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Sprachkenntnisse im Lebenslauf richtig angeben

Sprachkenntnisse Lebenslauf

Sprachkenntnisse sind bei Bewerbungen mehr als nur ein optionaler Pluspunkt. Bei vielen Jobs werden sie inzwischen vorausgesetzt. Das liegt auch daran, dass bei immer mehr Positionen ein Austausch mit Kollegen oder Kunden in anderen Ländern zum Standard geworden ist. Es ist deshalb wichtig, dass du deine Sprachkenntnisse in deinem Lebenslauf so angibst, dass der Verantwortliche diese gut nachvollziehen kann. Im folgenden Ratgeber erfährst du, welche Optionen du dabei hast und was du bei der Angabe von Sprachkenntnissen im Lebenslauf beachten solltest.

So stufst du deine Sprachkenntnisse im Lebenslauf richtig ein

Während Sprachkenntnisse jenseits der Muttersprache noch vor einigen Jahrzehnten eher ein netter Bonus waren, sind sie in vielen Jobs heute Pflicht. Zumindest solide Englischkenntnisse setzen die meisten Arbeitgeber voraus. Wer sich in weiteren Sprachen verständigen kann, ist im Vorteil. Das gilt besonders, wenn der Job die Kommunikation mit Angehörigen anderer Nationalitäten erfordert.

Oft geht der Wunsch des Arbeitgebers nach Sprachkenntnissen des Bewerbers schon aus der Stellenanzeige hervor. Das ist mal mehr und mal weniger konkret formuliert. Manchmal sind Kenntnisse einer bestimmten Sprache eine Grundvoraussetzung für den Job. In anderen Fällen ist dieser Wunsch eher optional – etwa bei einer Formulierung wie „idealerweise Kenntnisse in einer weiteren Fremdsprache“ in der Stellenausschreibung. Doch wie gibst du deine Sprachkenntnisse im Lebenslauf richtig an?

In diese Rubrik gehören deine Sprachkenntnisse im Lebenslauf

Sprachkenntnisse sind im Lebenslauf unter dem Punkt „Weitere Qualifikationen“ oder „Zusätzliche Fähigkeiten“ richtig aufgehoben – so, wie beispielsweise auch Kenntnisse von PC-Programmen oder -systemen. Es reicht jedoch nicht aus, einfach nur Sprachen aufzureihen. Damit kann der mögliche Arbeitgeber schließlich wenig anfangen – nur, weil „Spanisch“ in deinem Lebenslauf steht, heißt das nicht, dass deine Kenntnisse über einfache Grundlagen hinausgehen.

Es ist deshalb wichtig, dass du deine Angaben so detailliert wie möglich machst. Bezogen auf Sprachkenntnisse heißt das, dass du diese einstufen solltest. Dabei hast du unterschiedliche Optionen. Entweder, du folgst der in Bewerbungen sehr häufigen Abstufung, die wir dir im nächsten Punkt erklären. Oder du ordnest deine Kenntnisse anhand des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen ein.

Bleibe unbedingt bei der Wahrheit

In jedem Fall sollten deine Angaben der Wahrheit entsprechen. Rechne immer damit, dass deine Sprachkenntnisse überprüft werden – möglicherweise direkt im Vorstellungsgespräch. Auch, wenn erst später auffällt, dass du eine bestimmte Sprache doch nicht so gut kannst wie in deiner Bewerbung angegeben, kann das für Probleme sorgen – vor allem, wenn du im Job auf diese Sprache angewiesen bist.

Falls du deine Sprachkenntnisse belegen kannst – etwa durch einen TOEFL-Test oder einen Sprachkurs mit Nachweis – solltest du das im Lebenslauf ergänzen. Hänge den entsprechenden Nachweis dann in den Anhängen deiner Bewerbung an.

Diese Einstufungen gibt es

Wie genau du deine Sprachkenntnisse einstufst, bleibt dir in einer Bewerbung überlassen. Üblich ist die folgende Abstufung:

Bei der Wahl einer geeigneten Einstufung solltest du dich daran orientieren, was genau diese umfasst. Du bist bei der Entscheidung für einen Begriff nicht auf eine bestimmte Bezeichnung festgelegt, weil es kein festes Schema gibt. Du kannst beispielsweise auch behaupten, dass du eine Sprache „konversationssicher“ beherrscht. Wenn du Beispiele für die Verwendung der Sprache hast, kannst du diese ebenfalls anfügen – zum Beispiel, wenn du für einen Job regelmäßig Telefonate auf Englisch geführt hast.

Grundkenntnisse

Wer Grundkenntnisse in einer Sprache hat, hat damit ein grundlegendes Verständnis. Eine einfache Verständigung ist möglich. Etwas Smalltalk sollte auch bei diesem Level möglich sein. Tiefergehende Kenntnisse werden von dir jedoch nicht erwartet. Diese Einstufung bietet sich an, wenn du eine Sprache vor langer Zeit erlernt hast, zum Beispiel in der Schule, du deine Kenntnisse seither aber nicht mehr abgerufen hast. Auch ein Kurs an einer Volkshochschule oder anderen Bildungseinrichtung kann zu Grundkenntnissen führen.

Es ist nicht unbedingt zwingend, eine Sprache im Lebenslauf zu erwähnen, bei der du nur über Grundkenntnisse verfügst – denn ein großer Pluspunkt ist das nicht. Du kannst dich jedoch dafür entscheiden, wenn aus der Stellenausschreibung hervorgeht, dass weitere Sprachkenntnisse vorteilhaft für die Chancen auf den Job sind.

Gute Kenntnisse

Gute Sprachkenntnisse gehen über die absoluten Grundlagen hinaus. Du bist in der Lage, eine einfache Unterhaltung zu führen. Außerdem solltest du die betreffende Sprache schriftlich zumindest ansatzweise beherrschen.

Sehr gute Kenntnisse oder fließend in Wort und Schrift

Bei diesem Niveau kannst du dich ohne Probleme in der betreffenden Sprache verständigen. Auch schriftlich beherrscht du die Sprache.

Verhandlungssicher

Wer in einer Sprache verhandlungssicher ist, kann auch komplexere Themen besprechen. Wenn du in einer Sprache sehr gute Kenntnisse hast und womöglich noch eine Zeit lang im Ausland diese Sprache verwendet hast, kann diese Kategorie in Betracht kommen. Auch fachliche Begriffe können hier von dir erwartet werden. Hier solltest du zum Beispiel Zeitungsartikel oder Filme in der betreffenden Sprache sehr gut verstehen können.

Muttersprachler

Der Name sagt es schon – diese Einstufung ist für Muttersprachler gedacht. Nur jemand, der mit dieser Sprache aufgewachsen ist, kann sich Muttersprachler nennen. Wer die Sprache als Fremdsprache erlernt hat, für den kommt diese Einstufung nicht in Frage.

Die Einstufung nach dem Europäischen Referenzrahmen für Sprachen

Es gibt noch eine andere Möglichkeit, deine Sprachkenntnisse im Lebenslauf anzugeben – und zwar mit einer Einstufung gemäß dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen, der von der Europäischen Union initiiert wurde. Das Sprachniveau bewegt sich zwischen A1 (Anfänger) und C2 (annähernd muttersprachliche Kenntnisse).

Die Abstufungen sind wie folgt:

A1 und A2 stehen dabei für eine elementare Verwendung der Sprache, B1 und B2 für eine selbständige Sprachverwendung. C1 und C2 als höhere Level setzen eine kompetene Sprachverwendung voraus.

Eine Einstufung deiner Sprachkenntnisse anhand des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens empfiehlt sich besonders dann, wenn du das angegebene Niveau durch das Zertifikat eines Sprachkurses belegen kannst. Auch bei Bewerbungen im europäischen Ausland kann das sinnvoll sein, weil dein Ansprechpartner deine Kenntnisse dann besser einschätzen kann.

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