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Elternzeit im Lebenslauf angeben: So einfach geht es!

Elternzeit im Lebenslauf

Wer sich aus der Elternzeit heraus um einen Job bewirbt, sollte diese Auszeit unbedingt in seiner Bewerbung erwähnen. Wo aber ist die richtige Stelle dafür?

Lücken machen sich bekanntlich nicht allzu gut im Lebenslauf – zumindest, wenn sie sich über einen längeren Zeitraum erstrecken. Auch die Elternzeit ist eine Phase, in der du deinem Beruf nicht nachgegangen bist. Du solltest im Lebenslauf unbedingt deutlich machen, was der Grund für diese Auszeit vom Job war. Auf die folgenden Punkte solltest du dabei achten.

Viele Bewerber tun sich schwer, die Elternzeit richtig anzugeben

Gründe, sich aus der Elternzeit heraus oder danach um eine neue Stelle zu bemühen, gibt es viele. Es kann sein, dass der Bewerber vor der Babypause nur eine befristete Stelle hatte oder dass er schlicht unzufrieden mit dem vorherigen Job ist. Ein Grund für das Schreiben von Bewerbungen kann auch sein, dass du gerne mehr Zeit für dein Kind hättest und deshalb keinen Vollzeitjob mehr haben möchtest.

Eigentlich hat das Privatleben in einer Bewerbung nichts zu suchen. Eigentlich – denn wenn es um die Betreuung des eigenen Kindes in der Elternzeit geht, sieht das anders aus. Viele junge Eltern tun sich jedoch schwer, diese Phase im Lebenslauf richtig anzugeben. Vielen ist nicht klar, an welcher Stelle diese Information Platz finden sollte.

So erwähnst du die Elternzeit im Lebenslauf

Zunächst einmal gilt: Die Elternzeit sollte unbedingt im Lebenslauf erwähnt werden. Falls du dich dagegen entscheidest, wäre die Folge eine Lücke im Lebenslauf – und die soll ja gerade vermieden werden. Die meisten Personaler oder Chefs haben Verständnis für eine Auszeit für das Kind, allerdings gibt es auch solche, die die Elternzeit nicht ganz unkritisch sehen. Das liegt daran, dass diese Phase eben letztlich eine Pause vom Beruf darstellt. Umso wichtiger ist es, offen mit der Elternzeit umzugehen und auf die damit verbundenen positiven Aspekte für deine Arbeit zu verweisen.

Wenn du die Elternzeit hingegen in deiner Bewerbung unterschlägst, riskierst du, dass diese Information am Ende doch herauskommt – und der mögliche Arbeitgeber sich getäuscht fühlt. Du solltest deshalb grundsätzlich mit offenen Karten spielen.

Welcher Weg ist aber der richtige, um die Elternzeit im Lebenslauf zu nennen?

Es kommt dabei darauf an, ob du dich derzeit in einem Beschäftigungsverhältnis befindest oder nicht. Wenn du noch bei demselben Arbeitgeber angestellt bist wie vor der Elternzeit, kannst du die Information zur Elternzeit bei der Nennung dieser Tätigkeit im Lebenslauf anfügen. Das geht zum Beispiel, indem du die Pause nach der Beschreibung der Tätigkeiten in deinem Job erwähnst.

Solltest du vor der Elternzeit gekündigt haben oder gar keinen Job gehabt haben, gehören die Angaben zur Elternzeit als einzelner Punkt in deinen Lebenslauf. Du kannst sie als aktuellste Station in deinem beruflichen Werdegang erwähnen oder eine eigene Rubrik dafür erstellen. Falls du dich für letztere Variante entscheidest, solltest du die Elternzeit ebenfalls als aktuellste Erfahrung listen. Alternativ kannst du dich auch dafür entscheiden, die Babypause in der Kategorie „Sonstiges“ zu nennen, falls es diese Rubrik in deinem Lebenslauf gibt.

Angegeben werden sollten dabei sowohl der Zeitraum der Elternzeit als auch mögliche Nebentätigkeiten oder Weiterbildungen. Alternativ kannst du zusätzliche Qualifikationen, die du in dieser Zeit erworben hast, auch an anderer Stelle im Lebenslauf erwähnen, um ihre Bedeutung zu verdeutlichen.

Weitere Qualifikationen in der Elternzeit sammeln

Je nachdem, wie ausgelastet du in der Elternzeit bist, kannst du diese Phase nutzen, um gezielt weitere Qualifikationen für deinen Beruf zu sammeln. Gibt es etwa eine Weiterbildung, die dich schon immer gereizt hat? Möchtest du in einem Kurs an der Volkshochschule oder einer anderen Bildungseinrichtung weitere Fähigkeiten erlangen? Oder träumst du gar von einem Fernstudium?

Möglicherweise können solche zusätzlichen Qualifikationen in der Elternzeit erworben werden. Du solltest aber vorher gründlich überlegen, ob du dich der Doppelbelastung gewachsen fühlst. Falls dies der Fall ist, solltest du diese Tätigkeiten unbedingt ebenfalls in deiner Bewerbung erwähnen. Du verbesserst damit nicht nur deine Chancen für die gewünschte Stelle, sondern zeigst auch Eigeninitiative und Motivation. Das kommt bei den meisten Arbeitgebern gut an.

Die Elternzeit im Anschreiben erwähnen

Neben dem Lebenslauf kannst du die Elternzeit auch im Anschreiben deiner Bewerbung erwähnen. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn du dich gerade in dieser Phase befindest. Liegt die Elternzeit schon eine Weile zurück, braucht sie hier nicht mehr erwähnt zu werden. In diesem Fall gibt es sicherlich dringendere Punkte, auf die du im Anschreiben zu sprechen kommen möchtest.

Möglicherweise findest du sogar einen Weg, die Elternzeit im Anschreiben als zusätzliche Qualifikation zu deuten – etwa, indem du angibst, welche beruflich relevanten Fähigkeiten du dadurch erworben oder ausgebaut hast. So machst du die Auszeit vom Job recht einfach zu einem positiven Aspekt, der für dich als Bewerber spricht.

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