Motivation: Mit mehr Freude und Einsatz an die Arbeit

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Motivation

Seien wir ehrlich: Wir gehen nicht jeden Tag motiviert zur Arbeit. Im Gegenteil: Oft empfinden wir den Berufsalltag als lästige Pflicht, die uns unsere Freizeit und die Nerven raubt. Dabei ist es oft nur eine Frage deiner Einstellung, ob du im Job Spaß hast. Und wenn du mehr Spaß hast, bist du meist ganz automatisch auch besser in dem, was du im Büro tagtäglich tust. Mit diesen Tipps steigerst du deine Motivation im Beruf.

Diese Punkte entscheiden, wie motiviert du im Job bist

Was ist überhaupt Motivation? Sie ist der Antrieb, die dafür sorgt, dass wir etwas gerne – oder zumindest tatkräftig – tun. Viele einzelne Gesichtspunkte entscheiden darüber, ob wir motiviert sind. Es hängt an vielen kleine Faktoren, ob du gern zur Arbeit gehst oder ob du dich morgens kaum aufraffen kannst, das Haus zu verlassen.

Manchmal hängt es an deinem Job und deinen Aufgaben, wenn du keine Lust auf Arbeit hast. Auch ein schlechtes Betriebsklima oder Konflikte mit Kollegen sind belastend. Wenn du gar mit deinem Chef aneinandergerätst, ist das meist noch schwerwiegender. Demotivierend können auch deine Arbeitszeiten wirken. Viele Überstunden laugen ebenfalls aus. Zu viel Stress im Job ist genauso schädlich wie chronische Unterforderung und Langeweile.

Umgekehrt bist du eher motiviert, zur Arbeit zu gehen, wenn du deinen Job und die Kollegen magst und dich mit dem Chef verstehst. Das ist auch eher der Fall, wenn deine Tätigkeiten abwechslungsreich und herausfordernd sind, ohne dich zu überfordern. Auch mögliche Entwicklungsmöglichkeiten wirken für viele als Anreiz. Letztlich sind die Faktoren, die darüber entscheiden, ob wir im Job motiviert sind oder nicht, aber immer individuell.

So steigerst du deine Motivation

Manchmal sind es viele Kleinigkeiten, die dir den Job verleiden. Dann wieder ist es eigentlich nur eine Sache, die aber so schwerwiegend ist, dass sie dir die Lust am Arbeiten raubt. Der erste Schritt hin zu mehr Motivation ist, zu erkennen, woran es eigentlich liegt. Nur, wenn du die Gründe analysierst, kannst du wirklich einschätzen, wie schwerwiegend die Lage ist. Auch deine Lösungsoptionen hängen davon ab.

In manchen Fällen wirst du feststellen, dass du in deinem Job wohl nicht motivierter werden wirst. Dann ist dieser Job eine Sackgasse, und deine Motivation kommt womöglich erst wieder, wenn du einen Job hast, der dich mehr erfüllt. In vielen Fällen kannst du deine Lage jedoch selbst verbessern.

Es liegt an uns, wie wir mit demotivierenden Dingen umgehen. Wenn du negativen Dingen zu viel Raum lässt und permanent darüber grübelst, fokussierst du dich darauf. Oft fallen uns die positiven Aspekte dann kaum noch auf. Die Konsequenz: Die Motivation geht nach und nach verloren. Wenn du dich jedoch auf die Dinge konzentrierst, die deinen Tag besser machen, bist du erfahrungsgemäß auch motivierter.

Kleine Schritte, große Wirkung

Um deinen Arbeitstag positiver zu gestalten, kannst du ihn in Etappenziele aufteilen. Das hilft besonders, wenn deine Tage zäh und anstrengend sind. Überlege dir am Anfang des Tages, was du heute schaffen musst oder möchtest. Teile deinen Tag dann in kleinere Zeiteinheiten ein und plane ausreichend Zeit für jede Aufgabe ein. So hast du nicht nur stets vor Augen, was du realistisch schaffen kannst. Du hast auch häufiger Erfolgsmomente, wenn du eine Aufgabe erfolgreich abschließt. Es ist weniger bedrohlich, wenn du viele kleine Aufgaben vor dir hast, als wenn du dein Tagespensum als eine einzige, große Aufgabe siehst.

Einfach anfangen

Es hört sich so leicht an, aber: Fang einfach an! Wir schieben vor allem die Aufgaben vor uns her, die wir besonders ungerne machen. Gedanklich belastet uns das, weil wir ja wissen, dass auch diese Tätigkeiten erledigt werden müssen. Besonders häufig sind es Mammutaufgaben, auf die wir so gar keine Lust haben – weil wir wissen, wie lange wir damit zu tun haben werden.

Dabei gibt es einen einfachen Trick, der dir helfen kann. Nimm dir zehn Minuten Zeit für die ungeliebte Aufgabe. Verlange nicht mehr von dir, als eben jene zehn Minuten darein zu investieren. Oft haben wir schon die wichtigste Hürde genommen, wenn der Anfang gemacht ist – und machen dann auch nach den zehn Minuten weiter. Und selbst, wenn nicht: so hast du immerhin schon angefangen.

Ablenkungen minimieren

Im Arbeitsalltag werden wir ständig unterbrochen. Egal, ob es die Kollegin ist, die eine Frage hat, oder eine eingehende E-Mail, die wir ganz automatisch sofort anklicken. Auch Konferenzen oder Termine kommen uns häufig dazwischen. Wenn du eine größere Aufgabe vor dir hast, solltest du versuchen, mögliche Ablenkungen zu minimieren.

Schalte deinen PC auf stumm oder beende kurzzeitig dein E-Mail-Programm. Bitte Kollegen, später wiederzukommen. Und lasse dich nicht ablenken, indem du im Internet surfst, weil du keine Lust auf deine Arbeit hast. Wenn du dich für eine gewisse Zeit konzentrierst, kommst du schneller voran – und bist effektiver. Im Anschluss kannst du dich für die harte Arbeit belohnen.

Realistische To-Do-Listen schreiben

To-Do-Listen sind praktisch. Sie helfen uns, uns daran zu erinnern, was alles zu tun ist. Mit ihrer Hilfe können wir den Arbeitstag besser strukturieren. Gleichzeitig übertreiben wir es damit häufig. Anstatt eine Handvoll durchdachter Ziele aufzuschreiben, fällt uns immer noch etwas ein, das ebenfalls erledigt werden müsste. Mit der Konsequenz, dass wir uns beim Blick auf die lange Liste schnell überfordert fühlen – und demotiviert, überhaupt anzufangen. Setze Prioritäten und schreibe nur auf, was wirklich wichtig ist. Falls du danach noch Zeit hast, kannst du dich immer noch weiteren Tätigkeiten widmen.

Ein Ausgleich ist wichtig

Eine gesunde Work-Life-Balance hilft dir dabei, im Job motiviert zu bleiben. Wenn der Ausgleich in deiner Freizeit fehlt oder zu kurz kommt, lässt du dich von negativen Dingen an der Arbeit leichter herunterziehen. Achte darauf, deine freie Zeit ganz bewusst zu gestalten und zu genießen. Widerstehe dem Drang, auch nach Feierabend noch deine beruflichen Mails zu checken oder dich anderweitig gedanklich mit der Arbeit zu beschäftigen. Wenn du in deiner Freizeit zufrieden bist, kannst du deinen nächsten Arbeitstag motivierter antreten – und bist gleichzeitig effektiver, als wenn du deine freie Zeit nicht hättest genießen können.