Work-Life-Balance: 10 Tipps für mehr Ausgeglichenheit

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Work-Life-Balance

Wer viel arbeitet, Familie hat, viele Freunde, viele Hobbys, hat meist auch noch etwas anderes: viel zu wenig Zeit. Dinge, die eigentlich Freude bereiten sollten, werden zu Punkten auf einer To-Do-Liste, die niemals enden will. Bürden wir uns zu viel auf, gerät die Work-Life-Balance leicht aus dem Gleichgewicht. Und damit oft auch unsere Stimmung, denn wir haben permanent das Gefühl, hinterherzuhinken. Mit diesen zehn Tipps schaffst du es, wieder ausgeglichener zu sein.

1. Nutze deine Zeit gezielt

Dieser Tipp gilt besonders für die Zeit nach Feierabend. Oft haben wir so viele Dinge, die wir eigentlich gerne machen möchten – Freunde treffen, lesen, etwas Kreatives machen oder Sport treiben. Und wenn wir dann tatsächlich Zeit dafür hätten, machen wir oft nichts davon. Wir verschwenden unsere Freizeit im Internet oder am Handy – oder mit der Überlegung, was wir wohl machen könnten.

Wenn du dich in dieser Beschreibung wiederfindest, nutzt du deine Freizeit nicht optimal. Der nötige Ausgleich fällt dann ein Stück weit weg – du fühlst dich leichter gestresst und unruhig. Nimm dir deshalb gezielt etwas vor, das dir Freude bereitet. Auch Verabredungen mit dir selbst können dir dabei helfen.

2. Warum ein gutes Zeitmanagement so wichtig ist

To-Do-Listen können schier endlos erweitert werden. Und bei vielen Menschen sehen sie auch genau so aus: viel zu lang und nicht zu schaffen. Deshalb ist es wichtig, dass du deine Zeit optimal einteilst. Sortiere sofort aus, was ohnehin nicht wichtig ist. Manche Dinge kannst du vernachlässigen, ohne, dass dir daraus ein Nachteil entstehen würde.

Bei wichtigen Dingen ist deine Herangehensweise entscheidend. Mache Zeitfresser ausfindig und überlege, wie du effizienter werden kannst. Ein Zeitplan, der in Etappen gestaffelt ist, kann dir helfen, dir realistische Ziele zu setzen. Wenn du diese Ziele tatsächlich erreichst, ist nicht nur das Wichtige erledigt – du fühlst dich auch motivierter.

3. Nimm die Arbeit nicht mit nach Hause

Freizeit ist, wie der Name schon sagt, Zeit, in der du frei hast. Widerstehe der Versuchung, dich gedanklich oder tatsächlich auch dann noch mit der Arbeit zu befassen. Checke nicht deine E-Mails oder führe berufliche Telefonate. Achte auch darauf, dass es nicht in Gesprächen mit anderen nur um belastende Situationen an der Arbeit geht. Es ist wichtig, sich auszusprechen, aber produktiv ist es nur bis zu einem gewissen Grad. Du musst nicht permanent erreichbar sein – und solltest es auch nicht.

4. Sport hilft, dich zu entspannen

Sport ist ein hervorragender Ausgleich. Wenn du körperlich gefordert bist, hast du gar keine Zeit, an die Arbeit zu denken oder dich gestresst zu fühlen. Sport hilft uns dabei, zur Ruhe zu kommen. Du solltest die körperliche Betätigung jedoch nicht als weiteren Pflichtpunkt auf deiner Liste sehen, den du lustlos abarbeitest. Suche dir eine Sportart, die dir wirklich Freude macht – vielleicht eine Teamsportart wie Hockey oder Basketball? Du kannst auch zuhause Gymnastik oder Yoga machen – oder ins Fitnessstudio gehen.

5. Eins nach dem anderen

Wenn die To-Do-Liste mal wieder überquillt, versuchen viele, alles auf einmal zu schaffen. Mit dem Ergebnis, dass sie kapitulieren. Es ist nicht effektiv, mehrere Aufgaben auf einmal anzugehen – auch bei Frauen nicht, denen nachgesagt wird, dass sie besser im Multitasking sind. Wir sind wesentlich schneller und gründlicher, wenn wir eine Aufgabe nach der anderen erledigen. So bleibst du auch ruhiger und fühlst dich nicht so leicht überfordert.

6. Gehe spazieren

Zeit an der frischen Luft tut gut. Sie hilft uns, zu entspannen und verschafft uns neue Konzentration. Spaziergänge härten dich nicht nur ab, sondern sind auch ein wertvoller Ausgleich. Bewegung tut gut und hilft der Kreativität auf die Sprünge. Schon eine halbe Stunde kann wahre Wunder bewirken. Nutze die Mittagspause oder das Wochenende, um eine schöne Strecke zu laufen. Waldspaziergänge empfinden viele Menschen als besonders wohltuend.

7. Gib Verantwortung ab

Viele Menschen, die nie genug Zeit haben, haben ein Problem damit, Aufgaben zu delegieren. Sie sind oft perfektionistisch oder wollen sich keine vermeintliche Schwäche eingestehen. Viele Dinge können jedoch auch andere erledigen. Übernimm an der Arbeit nicht mehr Aufgaben als alle anderen, sondern gib auch mal etwas ab. Und zuhause kann auch dein Partner genauso gut wie du einkaufen oder putzen.

8. Du kannst nicht alles schaffen

Ein englischer Spruch lautet: „You can do anything, but you cannot do everything“. Heißt: Theoretisch kannst du alles machen. Aber du kannst nicht alle theoretischen Möglichkeiten auch verwirklichen. Dafür fehlt die Zeit. Du hast mehr davon, wenn du dich auf ausgewählte Dinge konzentrierst. Das gilt im Privatleben ebenso wie im Beruf. Setze bewusst Prioritäten und lasse andere Dinge, die weniger wichtig sind, gedanklich ziehen. Du wirst merken, dass dich diese Herangehensweise zufriedener macht.

9. Unangenehme Aufgaben zuerst

Unangenehme Aufgaben sind gleich auf zweierlei Weise unangenehm: einmal, wenn wir sie tatsächlich erledigen. Und das andere Mal, wenn wir sie wieder und wieder aufschieben und dennoch wissen, dass wir sie machen müssen. Deshalb ist es besser, wenn du solche Dinge zuerst abhakst. Dann hast du ein gutes Gewissen – und die leidige Tätigkeit nicht mehr vor dir. Stattdessen kannst du deine Zeit nun auf angenehmere Aufgaben verwenden. Du kannst dich auch belohnen, um deine Motivation zu steigern.

Wenn du dich gar nicht aufraffen kannst, setze dir kleinere Ziele – zum Beispiel, dass du eine halbe Stunde in die ungeliebte Tätigkeit steckst. So hast du zumindest schon angefangen – dieser Schritt ist oft der schwerste.

10. Ist dein Job der richtige für dich?

Wenn deine Work-Life-Balance aus dem Gleichgewicht geraten ist, kann es auch daran liegen, dass dein Job einfach nicht der richtige für dich ist. Wenn du ständig Überstunden machen musst und keine Zeit mehr hast, um deine Freizeit aktiv zu gestalten, ist das frustrierend. Möglicherweise ist diese Situation vorübergehend und das Ende in Sicht. Oder eben nicht. Dann solltest du dich fragen, ob es nicht besser wäre, dich nach einem Job umzuschauen, der dir mehr Zeit für dich lässt. Das gilt ganz besonders, wenn dir dein Job keinen Spaß macht.