Abschlussarbeit: So werden Bachelorarbeit und Co ein Erfolg

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Abschlussarbeit

Vor ihrer Abschlussarbeit graut es vielen Studenten. Schließlich ist sie normalerweise mit viel Arbeit verbunden und oft auch mit sehr viel Lesen. Wie gut du dabei abschneidest, hängt von vielen Faktoren ab. Die folgenden Tipps helfen dir dabei, diese Herausforderung erfolgreich zu bestehen.

Ein geeignetes Thema finden

Die Grundlage für den Erfolg deiner Abschlussarbeit legst du mit der Wahl des Themas. Möglicherweise kannst oder musst du aus bestimmten, vorgegebenen Themen eines auswählen. Oder du bist völlig frei in deinen Themenvorschlägen. Du solltest dabei zwar etwas aussuchen, das du spannend findest. Achte aber auch darauf, dass sich deine Idee auch umsetzen lässt. Ein Thema mag dich brennend interessieren. Wenn es sich jedoch nur sehr schwierig bearbeiten lässt, ist es womöglich nicht die beste Wahl für deine Abschlussarbeit.

Manche Themen sind sehr viel komplexer als andere und erfordern auch ein umfangreicheres Einlesen. Oder sie sind mit Fragestellungen verknüpft, die nur schwer zu beantworten sind. Lege dir keine Steine in den Weg, sondern wähle etwas, das du auch gut angehen kannst. Eine Mindmap oder Brainstorming können zur Auswahl sehr hilfreich sein.

Eine Forschungsfrage entwickeln

Jede wissenschaftliche Arbeit hat das Ziel, eine bestimmte Forschungsfrage zu beantworten. Dazu stellst du Hypothesen auf. Führt A zu B? Wie wirkt sich C auf D aus? Und wie ist der Zusammenhang zwischen E und F, wenn G gegeben ist? Es gibt viele mögliche Stoßrichtungen für deine Forschungsfrage. Wie bei der Wahl des Themas gilt auch hier: Mache es dir nicht unnötig schwer. Entscheide dich für eine Frage, die du realistischerweise auch relativ einfach beantworten kannst. Dein Professor hilft dir, die richtige Entscheidung zu treffen.

Einen Zeitplan erstellen

Bis zur Abgabe ist noch viel Zeit? Mag sein. Die vergeht aber meist schneller als man gedacht hat. Und von der ersten Idee bis zur fertigen Abschlussarbeit ist es eine Menge Arbeit. Wenn du nicht rechtzeitig anfängst, hast du am Ende Stress – und lieferst womöglich eine Arbeit ab, mit der du unter deinem Potenzial liegst.

Erstelle einen detaillierten Zeitplan, der alle erforderlichen Etappen berücksichtigt. Jede noch so kleine (Teil-)Aufgabe sollte darin enthalten sein. So siehst du nicht nur jederzeit, wie weit du bist und was noch getan werden muss. Die Zerlegung in kleinere Häppchen macht es für viele Studenten auch einfacher, mit dem Mammut-Projekt loszulegen. Notiere, welche Aspekte du bei einer Aufgabe berücksichtigen musst und bis wann sie jeweils erledigt sein muss, damit du im Zeitplan liegst.

Geeignete Quellen auswählen

Du hast es vermutlich in der Uni schon Tausend Mal gehört: Wikipedia ist keine geeignete Quelle. So verhält es sich selbstverständlich auch, wenn es um deine Abschlussarbeit geht. Geeignet sind hingegen wissenschaftliche Texte und Bücher. In deiner Uni-Bibliothek kannst du nach passenden Werken suchen.

Mit etwas Recherche findest du heraus, welche Bücher wirklich relevant für dein Thema sind. Diese solltest du unbedingt verwenden. Durch Querverweise wirst du wiederum auf weitere passende Publikationen aufmerksam. Über Google Scholar kannst du in Zeitschriften veröffentlichte Artikel kostenlos lesen, wenn es eine entsprechende Kooperation mit deiner Universität gibt.

Eine Gliederung überlegen

Wenn du eine grobe Vorstellung davon hast, wie deine Abschlussarbeit aufgebaut sein sollte, kannst du dich an die Gliederung machen. Sorge dafür, dass alles schlüssig aufgebaut ist. Achte dabei immer auf deine zentrale Fragestellung, um deren Beantwortung es in deiner Arbeit geht. Die Gliederung, die du zu Anfang erstellst, wird sich im Laufe der Zeit vermutlich noch verändern. Das ist normal und ergibt sich aus neuen Erkenntnissen.

Einlesen und schreiben

Bevor du mit der Abschlussarbeit loslegen kannst, solltest du dich einlesen. Das betrifft grobe Übersichten über ein Thema ebenso wie sehr spezifische Aspekte. Schließlich musst du am Ende wissen, worüber du schreibst. Lies selektiv das, was dir wirklich wichtig erscheint. Du musst Bücher nicht von vorne bis hinten aufmerksam lesen, sondern kannst sie so überfliegen, dass du die wichtigen Punkte behältst. Schnelllesen ist eine Technik, die dir diesen Teil sehr vereinfachen kann. Du kannst wichtige Punkte außerdem unterstreichen oder in ein Übersichts-Dokument übertragen, damit du einen Überblick hast.

Erst, wenn du die wichtigsten Informationen beisammenhast, geht es ans Schreiben. Achte auf einen wissenschaftlichen Schreibstil. Du solltest genau arbeiten und stets erklären, worauf du deine Aussage stützt. Die richtige Zitierweise ist sehr wichtig, um keine Plagiatsvorwürfe aufkommen zu lassen. Jeder Gedanke, der nicht von dir stammt, muss als solcher gekennzeichnet sein. Andernfalls könnte man dies als Betrugsversuch werten.

Wenn die Motivation verloren geht

Welche Motivation, fragst du dich vielleicht. Schließlich empfinden die meisten Studierenden das Verfassen ihrer Bachelor- oder Masterarbeit nicht als spaßige Angelegenheit. Du kannst dennoch mit bestimmten Tricks dafür sorgen, dass dir die Abschlussarbeit vergleichsweise leicht von der Hand geht. Dazu zählen regelmäßige Pausen. Niemand kann sich stundenlang am Stück konzentrieren. Viele Studenten werten es jedoch als Zeichen von Fleiß, wenn sie genau das versuchen. Dabei ist das nicht sonderlich effektiv.

Es ist besser, wenn du das Arbeiten an deiner Abschlussarbeit immer wieder gezielt unterbrichst. Mache dann etwas, das dir Spaß macht – Musik hören, eine kurze Sporteinheit oder einen Spaziergang an der frischen Luft, um dich anschließend wieder besser konzentrieren zu können. Wenn du dir eine Belohnung versprichst, wenn du eine gewisse Zeit lang effektiv am Ball geblieben bist, motivierst du dich zusätzlich.

Gründlich Korrektur lesen

Wenn das letzte Wort geschrieben ist, ist die Erleichterung groß. Endlich geschafft! Naja, fast. Schließlich musst du noch dafür Sorge tragen, dass keinerlei Fehler in deiner Arbeit enthalten sind – das bezieht sich nicht nur auf Rechtschreibung und Grammatik, sondern auch auf den Inhalt deiner Arbeit. Lies die dein Werk gründlich Korrektur und bitte auch Außenstehende um ihre ehrliche Einschätzung. So fallen auch inhaltliche Schwächen oder widersprüchliche Stellen leichter auf.

Achte auch darauf, dass formal alles stimmt, dein Literaturverzeichnis korrekt und vollständig ist und du eine Erklärung darüber abgegeben hast, dass du die Arbeit selbständig verfasst und andere Quellen als solche gekennzeichnet hast. Wenn alles stimmt, kannst du dich darüber freuen, dass du tatsächlich fertig bist – und dir eine verdiente Belohnung gönnen.