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Alles Wichtige zum Thema Beförderung

Ein Mann klettert eine Leiter hinauf, was passiert bei einer Beförderung?

Wie schafft man es, schnell befördert zu werden? Lohnt sich eine Beförderung überhaupt – auch dann, wenn man keine Gehaltserhöhung bekommt? Und was ist besser: eine interne Beförderung oder ein Arbeitgeberwechsel? Rund um das Thema Beförderung können sich für Arbeitnehmer viele Fragen ergeben. Hier findest du Antworten auf alles, was du rund um Beförderungen wissen musst.

Beförderung: Willst du sie wirklich?

Eine Beförderung klingt für viele Arbeitnehmer zumindest auf den ersten Blick nach etwas Positivem. Viele freuen sich darüber, wenn ihnen eine Beförderung angeboten wird, oder streben aktiv danach. Dabei lohnt es sich aber, zu hinterfragen, warum man befördert werden möchte – und was damit verbunden wäre.

Vielen geht es ums Ansehen, das mit einer Beförderung verbunden ist. Oder sie möchten sich beruflich weiterentwickeln. Alles gute Gründe für eine Bewerbung, aber nicht selten wird dabei vergessen, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, ob man die Beförderung im Einzelfall wirklich will. Was wäre damit verbunden? Um welche Position geht es, hast du darauf Lust? Müsstest du deine Kollegen hinter dir lassen? Vielleicht sogar umziehen? Und was würde die Beförderung für deine Freizeit und dein Familienleben bedeuten?

Wenn du Zweifel daran hast, dass eine Beförderung das Richtige für dich ist, solltest du sie nicht sofort annehmen. Tatsächlich währt die Freude über eine Beförderung bei vielen Beschäftigten nicht allzu lange. Man hat sich an die neue Situation schnell gewöhnt, hat vielleicht auch ein höheres Gehalt, aber eben auch mehr Verantwortung, Stress und weniger Freizeit. Überlege dir also gut, ob du wirklich befördert werden willst, bevor du am Ende unzufrieden in deinem neuen Posten bist.

Schnell befördert werden: Wie kann man seine Chancen auf eine Beförderung verbessern?

Was kann man dafür tun, um möglichst schnell befördert zu werden? Einerseits müssen die Grundlagen stimmen: Du musst deinen Job gut machen. Das reicht aber nicht, denn du musst auch dafür sorgen, dass deine Leistungen und Erfolge auch sichtbar für andere sind – besonders für Verantwortliche in höheren Ebenen. Dezentes Selbstmarketing ist dafür wichtig. Du solltest auch Eigenschaften demonstrieren, die für eine Beförderung gefragt sind, zum Beispiel Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Entscheidungsfreude oder Kommunikationsstärke. Es kann auch sinnvoll sein, dich eigeninitiativ weiterzubilden – damit zeigst du dein Engagement und deine Motivation.

Befördert wird nicht zwingend derjenige, der es am meisten verdient hat. Gute Beziehungen zu Entscheidungsträgern spielen oft die wichtigere Rolle. Deshalb solltest du dafür sorgen, dass du dich mit wichtigen Personen im Unternehmen gut verstehst und sie mit deinem Namen etwas anfangen können. Dadurch hast du bessere Chancen, wenn eine Beförderung im Raum steht. Du musst nicht darauf warten, dass man dir eine Beförderung anbietet, sondern kannst deinen Vorgesetzten ruhig danach fragen. Statt direkt eine Beförderung zu erbitten, kannst du erstmal in Erfahrung bringen, was du tun müsstest, damit die Chancen für eine Beförderung gut stehen. Das zeigt, dass du bereit bist, den nötigen Einsatz zu bringen.

Interne Beförderung oder Arbeitgeberwechsel: Was ist besser?

Für die berufliche Entwicklung kommt nicht nur eine Beförderung infrage, sondern auch ein Arbeitgeberwechsel. Welche Option ist die bessere? Das lässt sich nicht pauschal, sondern nur im Einzelfall beantworten. Es hängt von den Umständen ab: Wie glücklich bist du bei deinem jetzigen Arbeitgeber? Möchtest du dort bleiben? Wie sehr hängst du an deinen Kollegen? Welche Aussichten hast du bei diesem Arbeitgeber mittelfristig?

Ein externer Wechsel kann sich anbieten, wenn dich eine Stelle bei einem anderen Arbeitgeber mehr reizt und deinen Vorstellungen stärker entspricht. Ein Arbeitgeberwechsel kann ein guter Schritt für deine Karriere sein, besonders, wenn es sich um einen Arbeitgeber mit einem guten Ruf handelt. Bei einem externen Wechsel kannst du womöglich auch ein höheres Gehalt aushandeln.

Ein Arbeitgeberwechsel ist jedoch auch ein Risiko: Du weißt nicht, wie es in der anderen Firma wirklich läuft. Der Arbeitgeber mag von außen attraktiv aussehen, aber wie zufrieden du dort wärst, weißt du erst, wenn du dort arbeitest. Wenn es dir nicht gefällt, bereust du es womöglich, deinen ehemaligen Arbeitgeber verlassen zu haben.

Nicht zuletzt kommt es bei der Abwägung zwischen einer Beförderung und einem Arbeitgeberwechsel auch darauf an, welche Chancen du bei deinem jetzigen Arbeitgeber hast. Wenn dir dort eine Beförderung offensteht und die Stelle dich interessiert, ist das ein anderer Ausgangspunkt als wenn eine Beförderung eher unwahrscheinlich wäre. Dann kann es besser sein, sich extern nach einer neuen Position umzusehen.

Den Chef um eine Beförderung bitten: Wie macht man es richtig?

Wenn du befördert werden möchtest, kann es eine gute Idee sein, das beim Vorgesetzten anzusprechen und ihn um eine Beförderung zu bitten. Wie geht man dabei am besten vor? Bereite dich auf das Gespräch mit dem Chef gut vor. Warte einen passenden Zeitpunkt ab und lege dir Argumente dafür zurecht, dich zu befördern. Der Chef sollte gerade nicht im Stress sein, sondern eine ruhige Minute für dich haben. Am besten bittest du ihn vorab um einen Gesprächstermin, so dass das Gespräch in Ruhe in einem vertraulichen Rahmen stattfinden kann.

Im Gespräch solltest du klar und deutlich sagen, was du möchtest. Dadurch kommen keine Missverständnisse auf, außerdem wirkst du zielstrebig und zeigst, dass du weißt, was du willst. Du solltest deinem Vorgesetzten vermitteln können, warum er dich befördern sollte. Entscheidend ist, was das Unternehmen davon hat. Dass du lange dabei bist und jetzt mal dran bist mit einer Beförderung, ist kein überzeugendes Argument. Deine Kompetenzen, Leistungen und dein Engagement können aber sehr wohl Punkte sein, die für eine Beförderung sprechen.

Überlege dir, was der Arbeitgeber davon hat, wenn er dich befördert. Hat er eine Stelle zu besetzen, für die du der richtige Kandidat wärst? Oder ist er interessiert daran, dich im Unternehmen zu halten, und möchte nicht, dass du dich nach anderen Arbeitgebern umsiehst? Auch das kann ein Grund dafür sein, einen Mitarbeiter zu befördern. Aber Vorsicht: Du solltest nicht versuchen, deinen Chef unter Druck zu setzen. Mit einer Kündigung zu drohen, wenn deine Beförderung abgelehnt wird, ist kein probater Weg. Damit könntest du den Arbeitgeber verärgern, was kontraproduktiv für dein Anliegen wäre.

Beförderung: Welche Gehaltserhöhung kann man verlangen?

Eine Beförderung ist in den meisten Fällen mit einer Gehaltserhöhung verbunden. Wie viel Geld kann man verlangen, wenn man befördert wird? Es kommt auf die Umstände an. Angenommen, der Arbeitgeber möchte dein Gehalt eigentlich überhaupt nicht verändern. Dann ist der Spielraum deutlich geringer, als wenn er dir von sich aus mehr zahlen möchte. Üblich bei Beförderungen sind Gehaltserhöhungen von 20 bis 30 Prozent, manchmal auch noch mehr. Es kommt letztlich darauf an, in welchen Posten du durch die Beförderung aufsteigst und wie gut du verhandeln kannst.

Beförderung ohne Gehaltserhöhung: Sinnvoll oder nicht?

Dass das Gehalt trotz einer Beförderung gleich bleibt, ist gar nicht mal so selten. Längst nicht immer ist eine Beförderung mit einer Gehaltserhöhung verbunden. Viele Arbeitgeber setzen darauf, dass das Prestige eines höheren Postens ausreicht, damit Mitarbeiter der Beförderung auch ohne Gehaltserhöhung zustimmen.

Wie sollte man auf so ein Angebot vom Arbeitgeber reagieren? Viele Arbeitnehmer fühlen sich ausgenutzt: Sie sollen schließlich mehr Verantwortung übernehmen, haben womöglich mehr zu tun und längere Arbeitszeiten, und bekommen trotzdem nicht mehr Geld. Andererseits kann eine Beförderung eine Chance sein, beruflich voranzukommen. Überlege also, wie dir die Beförderung bei deiner Karriere helfen könnte. Wenn der neue Job ein Sprungbrett für dich sein kann, kann das ein Argument dafür sein, ihn eine gewisse Zeit lang auszuüben, bevor du dich weiterentwickelst. Du sammelst dabei schließlich Erfahrung und hast bessere Chancen bei Bewerbungen bei anderen Arbeitgebern.

Versuche, in Erfahrung zu bringen, was andere Beschäftigte in vergleichbaren Positionen verdienen. Wenn du weniger bekommen sollst, solltest du noch einmal mit dem Chef über das Gehalt sprechen. Am Ende kannst nur du selbst abwägen, ob eine Beförderung ohne Gehaltserhöhung für dich sinnvoll ist oder nicht.

Beförderung angeboten bekommen: Wie reagiert man richtig auf ein Beförderungsangebot?

Der Chef hat dir eine Beförderung angeboten – wie geht man damit am besten um? Es kommt natürlich darauf an, wie du zu dem Angebot stehst. Wenn du dir sicher bist, dass du die Beförderung annehmen möchtest, kannst du das ruhig unmittelbar tun.

Vielleicht bist du aber hin- und hergerissen und möchtest lieber in Ruhe über die angebotene Position nachdenken. Dann kannst du das ruhig so sagen und dir etwas Bedenkzeit erbitten. Dabei solltest du mit Fingerspitzengefühl vorgehen, denn bei Arbeitgebern kommt eine solche Reaktion womöglich nicht so gut an. Mache also deutlich, dass du das Angebot sehr interessant findest, aber sage, dass du darüber gerne eine Nacht schlafen würdest. Das sollte jeder Arbeitgeber nachvollziehen können. Halte dich anschließend an die Bedenkzeit, die du angekündigt hast, und warte nicht, bis der Arbeitgeber von sich aus nachfragt, ob du dich schon entschieden hast.

Kann man eine Beförderung ablehnen – und wie macht man es am besten?

Nicht jeder Arbeitnehmer möchte überhaupt befördert werden. Es kann viele Argumente geben, die gegen eine Beförderung sprechen. Vielleicht möchtest du lieber mehr Freizeit haben statt mehr Verantwortung. Vielleicht hättest du durch die neue Position mehr Stress, aber kaum mehr Geld. Vielleicht magst du einfach deinen jetzigen Job und deine Kollegen und möchtest nicht, dass sich etwas ändert.

Kann man eine Beförderung ablehnen? Natürlich kannst du das, aber du solltest dir vorher überlegen, welche Konsequenzen das haben kann. Bei deinem Arbeitgeber kommt es womöglich nicht gut an, wenn du nicht befördert werden möchtest. Es könnte suggerieren, dass du nicht interessiert an einer Zukunft im Unternehmen bist, oder dich nicht weiterentwickeln möchtest.

Wenn du dir sicher bist, dass du die Beförderung nicht willst, solltest du ihr aber natürlich nicht aus Angst vor der Reaktion deines Arbeitgebers zustimmen. Davon hat niemand etwas. Sage dem Arbeitgeber so schnell wie möglich Bescheid, damit er planen kann. Dabei solltest du diplomatisch erklären, warum du die Beförderung nicht willst, dich aber trotzdem dankbar für das Angebot und das Vertrauen in deine Person zeigen.

Bei Beförderung übergangen: Was nun?

Wie kann man darauf reagieren, wenn man bei einer Beförderung übergangen wurde? Vielleicht wartest du schon ewig darauf, und nun bekommt ein anderer den Vorzug – vielleicht sogar ein Kollege, der kürzer dabei ist als du. Keine Frage, das ist enttäuschend und schmerzhaft. Beleidigt solltest du jetzt aber nicht reagieren, sondern lieber überlegen, woran es lag. Was hat bei dir aus Sicht des Arbeitgebers gefehlt?

Im Zweifel stellst du diese Frage direkt deinem Vorgesetzten, bevor du lange herumrätselst. Dadurch machst du auch klar, dass du dir einen Aufstieg wünschst. Die Hinweise des Arbeitgebers kannst du anschließend beherzigen, so dass womöglich schon bald eine Beförderung winkt. Ist sie aber trotz eines hohen Einsatzes nicht in Aussicht, kann es besser sein, den Arbeitgeber zu wechseln, um deine beruflichen Ziele zu erreichen.

Zur Führungskraft befördert: Wie bereitet man sich auf die neue Aufgabe vor?

Du wurdest zur Führungskraft befördert und fragst dich, wie du dich auf deine neue Aufgabe bestmöglich vorbereitest? Wichtig ist, dass du dich im Vorfeld möglichst umfassend informierst über das, was auf dich zukommt: über deine neuen Aufgaben, dein Team, die Abteilung, Strukturen, Abläufe, Prozesse und Ziele. Je besser du informiert bist, desto schneller kannst du richtig loslegen und die Entwicklungen in deinem Bereich gestalten.

Überlege dir auch, wie du deine Mitarbeiter führen möchtest. Vielleicht hast du diesbezüglich Vorgaben von der Unternehmensführung. Ansonsten solltest du dir selbst Gedanken machen, welche Art der Führung passend ist. Möglicherweise bist du innerhalb deiner Abteilung zur Führungskraft aufgestiegen und deine bisherigen Kollegen stehen nun plötzlich einen Rang unter dir. So eine Situation ist eine Herausforderung, und zwar für alle Beteiligten. Du selbst musst deine Rolle finden und darfst weder zu kumpelhaft auftreten noch deine Mitarbeiter von oben herab behandeln. Und deine bisherigen Kollegen wissen womöglich nicht, was auf sie zukommt, wenn du plötzlich ihr Chef bist.

Als Führungskraft solltest du Ziele haben und einen Plan entwickeln, um sie zu erreichen. Welche Veränderungen möchtest du auf den Weg bringen? Welche Projekte können dein Team und das Unternehmen insgesamt weiterbringen? Was ist dir besonders wichtig, und was wird von dir erwartet? Je klarer du diese Fragen beantworten kannst, desto leichter wird es dir in deiner neuen Position fallen, auf Kurs zu bleiben.

Nach der Beförderung: Wie geht es weiter?

Auf eine Beförderung haben Arbeitnehmer oft lange hingearbeitet. Was danach kommt, haben sich viele vorher aber nicht so genau überlegt. Spätestens jetzt solltest du das tun. Nach einer Beförderung ist einerseits wichtig, dass du dem Arbeitgeber durch dein Verhalten und deine Leistungen beweist, dass die Stellenbesetzung die richtige Wahl war. Denke mit, sei proaktiv und bringe neue Ideen vor.

Andererseits solltest du dir in deinem neuen Posten neue Ziele setzen. Deine Aufgabe ist es jetzt, deinen eigenen Kurs zu entwickeln und dich entsprechend zu verhalten. Wenn du jederzeit weißt, worauf du hinarbeitest, kannst du deine Karriere aktiv und zielgerichtet gestalten.

Welche Fehler sollte man vermeiden, wenn man befördert werden möchte?

Wenn du befördert werden möchtest, geht es nicht nur darum, was du dafür tun solltest – sondern auch, welche Fehler du vermeiden solltest, um deinen Aufstieg nicht ungewollt zu gefährden. So kann es zum Beispiel ein Problem sein, wenn du als sehr kritischer Mitarbeiter auffällst. Wenn dich die Chefetage als Querulant wahrnimmt, bist du für eine Beförderung womöglich nicht die erste Wahl.

Ein Fehler wäre es auch, allzu sehr im Verborgenen zu agieren. Wenn du immer nur im stillen Kämmerlein vor dich hinarbeitest, kannst du noch so gute Leistungen erbringen – es bekommt womöglich niemand mit, oder jedenfalls nicht in der nötigen Deutlichkeit. Zeige also, was du kannst und für den Arbeitgeber erreicht hast. Deiner Beförderung kann es auch im Weg stehen, wenn du kontaktscheu bist. Je besser deine Beziehungen zu wichtigen Personen im Unternehmen sind, desto wahrscheinlicher wird eine Beförderung. Pflege also Kontakte zu den richtigen Personen.

Du solltest deinem Arbeitgeber bei der Bitte um eine Beförderung nicht die Pistole auf die Brust setzen, indem du mit einer Kündigung drohst, falls du nicht befördert wirst. Es mag zwar sein, dass der Arbeitgeber dich nicht verlieren will, aber erpresst wird niemand gerne. Ebenso solltest du nicht unvorbereitet in ein Gespräch mit dem Chef gehen, bei dem du um eine Beförderung bittest. Wenn du nicht begründen kannst, warum man dich befördern sollte, macht das keinen guten Eindruck.

Auch dein Erscheinungsbild kann einer Beförderung im Weg stehen, vor allem, wenn du auf eine Führungsposition schielst. Es mag oberflächlich klingen, aber die angestrebte Rolle musst du auch optisch und durch deine Körperhaltung ausfüllen können. Kleide dich also seriös, professionell und tritt souverän und selbstbewusst auf, ohne überheblich zu wirken.

Bildnachweis: Elnur / Shutterstock.com

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