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Menschen gewinnen: So begeisterst du andere für deine Ideen

Bundeskanzler Olaf Scholz, auch Politiker müssen Menschen für sich gewinnen

Erfolgreiche Menschen haben ein Merkmal gemein: Es gelingt ihnen, andere von ihren Ideen und Vorstellungen zu überzeugen. Überzeugungskraft ist in vielen Situationen im Beruf und dem Privatleben hilfreich. Nur: Wie geht es? Während es manchen Menschen scheinbar mühelos gelingt, andere auf ihre Seite zu ziehen, tun sich andere damit schwer. Die gute Nachricht ist, dass jeder lernen kann, überzeugender zu sein, um Menschen für sich zu gewinnen. Hier erfährst du, wie es geht.

Menschen für sich gewinnen: Darum ist es so wichtig

Vielleicht fragst du dich, ob es wirklich so wichtig ist, andere überzeugen zu können. Wenn jemand sich damit schwertut, andere zu begeistern, heißt das natürlich nicht, dass er beruflich und privat keinen Erfolg haben kann. Es hilft aber in vielen Lebenslagen ungemein, wenn man weiß, wie man andere von dem überzeugt, wovon man selbst überzeugt ist.

Im Berufsleben hilft Überzeugungskraft zum Beispiel, wenn es darum geht, dass die eigenen Ideen im Team Gehör finden und auch tatsächlich umgesetzt werden. Dadurch kannst du das Unternehmen voranbringen, außerdem werden wahrscheinlich auch Vorgesetzte bemerken, dass du oft gute Ideen hast – eine gute Grundlage, um eine Gehaltserhöhung auszuhandeln oder befördert zu werden. In Gehaltsverhandlungen selbst hast du natürlich auch bessere Karten, wenn du weißt, wie du Menschen für dich gewinnen kannst. Dasselbe gilt in Vorstellungsgesprächen, aber auch in anderen wichtigen Gesprächen in einem beruflichen Kontext.

Angenommen, dein Job besteht darin, Kunden zu akquirieren. Vielleicht arbeitest du im Marketing oder dem Vertrieb oder bist selbständig und deshalb immer interessiert an neuen Kooperationen. Wenn du weißt, wie man Menschen begeistert, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass du Kunden und Geschäftskontakte von deinen Ideen überzeugen kannst und beruflich erfolgreich bist. Nicht zuletzt ist Überzeugungskraft überaus hilfreich, wenn es darum geht, sein berufliches Netzwerk zu pflegen und auszubauen.

Auch im privaten Bereich ist es nützlich, Menschen begeistern zu können. Überzeugende Menschen schließen tendenziell leichter Freundschaften und können sich auch leichter damit tun, einen Partner zu finden. Außerdem können sich mehr spannende Gelegenheiten ergeben, die das Leben bereichern können.

Warum es vielen Menschen schwerfällt, andere für sich zu begeistern

Hand aufs Herz: Bist du überzeugend? Kannst du andere für dich begeistern? Wenn du dich damit schwertust, geht es dir wie vielen anderen Menschen auch. Vielleicht hast du gute Ideen, aber schaffst es nicht, sie überzeugend zu vermitteln. Oder du hast das Gefühl, dass das, was du sagst, nicht wirklich gehört wird. Woran liegt es, dass manche Menschen andere scheinbar mühelos auf ihre Seite ziehen und andere Menschen damit ein Problem haben?

Entscheidend ist die Persönlichkeit eines Menschen – und sein Selbstbewusstsein. Ein geringes Selbstbewusstsein ist eines der größten Hindernisse, wenn es darum geht, andere für sich zu gewinnen. Wenn du eine Idee hast, sie aber zu zurückhaltend vorträgst, überzeugt das womöglich niemanden – umgekehrt könnte das Ergebnis aber ein anderes sein, wenn du deine Vorschläge mit mehr Überzeugungskraft vorbringen würdest. Wer schüchtern, zurückhaltend und unsicher ist, wird eher weniger Begeisterung bei anderen hervorrufen.

Wenn du selbst nicht überzeugt von deinen Ideen wirkst, weil du sie aus Angst vor negativen Reaktionen nicht mit dem nötigen Selbstbewusstsein vermittelst, springt der Funke wahrscheinlich auch bei anderen Menschen nicht über. Schüchtern Menschen können sich oft nur mit außerordentlich guten Ideen durchsetzen, während selbstbewusste Menschen anderen oft auch Vorgehensweisen verkaufen können, die gar nicht so bahnbrechend sind.

Es kann auch sein, dass deine Ideen schlicht nicht gut genug sind. Vielleicht neigst du dazu, Vorschläge schnell zu äußern, ohne lange darüber nachgedacht zu haben. Wenn sie nicht zu den Vorstellungen und Bedürfnissen der anderen Personen passen, wirst du damit auch niemanden überzeugen können. Ebenso kann es sein, dass deine Ideen zwar gut, aber letztlich unrealistisch sind. Wenn anderen klar ist, dass man deine Vorschläge nicht umsetzen kann, werden sie darauf auch nicht eingehen – egal, wie toll sie in der Theorie klingen.

Tipps für mehr Überzeugungskraft: So gelingt es dir, Menschen zu begeistern

Wie begeistere ich Menschen? Diese Frage lässt sich nicht mit einem Satz beantworten, weil viele Aspekte dabei eine Rolle spielen. In diesem Abschnitt findest du Tipps, die dir dabei helfen können, andere Menschen für dich zu gewinnen – egal, ob du im Büro mehr Gehör finden möchtest oder es dir als Selbständiger darum geht, Kunden zu verstehen, gewinnen und zu begeistern.

An sich selbst arbeiten: Die Grundlagen für mehr Überzeugungskraft schaffen

Wenn du bislang das Gefühl hast, nicht sonderlich überzeugend zu sein, besteht der erste Schritt darin, an deinen persönlichen Merkmalen zu feilen. Entscheidend sind drei Dinge: dein Selbstbewusstsein, deine rhetorischen Fähigkeiten und dein Einfühlungsvermögen.

Wenn du andere überzeugen willst, darfst du nicht zu zurückhaltend auftreten. In einer idealen Welt würden deine guten Ideen gehört, ganz egal, wie du sie vermittelst. So ist es aber leider nicht. Vor allem, wer dich noch nicht kennt und nicht weiß, dass du oft gute Ansätze hast, wird sich womöglich nur begeistern lassen, wenn du selbstsicher wirkst. Dazu gehört auch die Art und Weise, in der du deine Vorschläge ausformulierst. Und nicht zuletzt musst du empathisch sein, denn nur dann gelingt es dir, herauszufinden, was sich andere wünschen und wie sie sich am ehesten überzeugen lassen.

Wenn dein Selbstbewusstsein ausbaufähig ist und du Probleme damit hast, vor anderen Menschen flüssig und klar zu sprechen, übe das. Beides kannst du trainieren, indem du Kurse machst oder dich neuen Herausforderungen stellst. Gehe dabei kleinschrittig vor, damit du dich kontinuierlich verbessern kannst. Erwarte aber nicht zu viel von dir: Langjährige Verhaltens- und Denkweisen zu durchbrechen ist ein langer Prozess. Sei also nicht ungeduldig, wenn du dich nicht innerhalb weniger Wochen um 180 Grad gedreht hast.

Gute Beziehungen zu anderen pflegen

Es ist wesentlich wahrscheinlicher, dass du andere für dich gewinnst, wenn du eine gute Beziehung zu ihnen hast. Menschen, die dich mögen und schätzen, lassen sich eher auf deine Vorschläge ein als Menschen, die dich nicht wirklich kennen. Entsprechend hilfreich ist es, mit bestimmten Personen gute Beziehungen zu pflegen. Dazu solltest du ehrliches Interesse an ihnen zeigen und nicht nur auf sie zukommen, wenn du etwas von ihnen willst.

Wissen, was andere überzeugt

Weißt du, was darüber entscheidet, ob andere sich auf eine Idee einlassen oder nicht? Vielleicht denkst du jetzt: gute Argumente. Argumente spielen zwar ohne Frage eine wichtige Rolle, denn wenn deine Vorschläge nicht sinnvoll und solide klingen, wird sich auch niemand dafür begeistern können. Rationales Denken und Logik spielen aber oft eine weniger wichtige Rolle als viele meinen. Emotionen sind oft mindestens so wichtig. Überlege dir also, wie du anderen ein gutes Gefühl vermitteln kannst. Wer bei deinen Ideen ein gutes Bauchgefühl hat und dir als Person positive Gefühle entgegenbringt, lässt sich eher überzeugen.

Eine Strategie für den Einzelfall haben

Um Menschen für sich zu gewinnen, ist es wichtig, eine individuelle Strategie zu haben. Wenn du andere überzeugen möchtest, musst du eine Vorstellung davon haben, wie dir das am besten gelingen kann. Das setzt voraus, dass du dich möglichst gut auf die jeweiligen Personen einstellst. Du solltest ihre Bedürfnisse, Ziele und Erwartungen so gut es geht kennen. Im nächsten Schritt kannst du dir eine Strategie überlegen, die diese Personen optimal anspricht. Das heißt also, dass du für die Gehaltsverhandlungen mit dem Chef eine andere Strategie haben solltest als beim Gespräch mit einem möglichen Kunden. Wichtig ist dabei, dass du immer ein klares Ziel hast.

Im Gespräch selbst solltest du den Fokus ebenfalls auf die Bedürfnisse der anderen Beteiligten legen. Höre aufmerksam zu und stelle Fragen, um mehr über die anderen Personen herauszufinden, statt selbst permanent zu reden. Das hat außerdem den positiven Nebeneffekt, dass deine Gesprächspartner sich ernstgenommen fühlen und das Gefühl haben, dass du dich ehrlich für sie interessierst.

Obwohl es wichtig ist, vor allem bei wichtigen Gesprächen einen Plan zu haben, solltest du trotzdem flexibel bleiben. Passe dein Verhalten und deine Argumentation an den Gesprächsverlauf an. Wenn du das Gefühl hast, dass deine Gesprächspartner auf einen bestimmten Aspekt nicht wie gewünscht reagieren, kannst du gezielt gegensteuern.

Argumente in der richtigen Reihenfolge vorbringen

Du solltest dir vorab auch überlegen, wann du welches Argument vorbringst. Eine bewährte Strategie besagt, dass zuerst das zweitbeste Argument genannt wird. Anschließend kannst du ein oder zwei weitere Argumente vorbringen, bevor du mit dem stärksten Argument abschließt. Es bleibt dann am besten in Erinnerung – und kann damit darüber entscheiden, ob du andere für deine Ideen gewinnen kannst oder nicht.

Auf Einwände vorbereitet sein

Ebenso wichtig ist es, dass du dich in der Gesprächsvorbereitung auf mögliche Fragen, Einwände und Kritik einstellst. Du kannst dir dann schon zurechtlegen, wie du darauf am besten reagierst. Im besten Fall gelingt es dir, deutlich zu machen, dass du den Einwand nachvollziehen kannst, bevor du ihn im nächsten Schritt entkräftest. Frage ruhig auch im Gespräch direkt nach, warum jemand auf einen bestimmten Vorschlag skeptisch reagiert.

Was du nicht tun solltest, wenn du Menschen begeistern willst

Um andere Menschen von deinen Ideen zu überzeugen, solltest du bestimmte Fehler vermeiden. Dazu gehört es, unvorbereitet in wichtige Gespräche zu gehen. Äußere Ideen nicht einfach ad hoc, sondern arbeite sie vorher aus, damit sie auch wirklich Hand und Fuß haben. Es wäre außerdem keine gute Ausgangslage, wenn du über die Bedürfnisse und Ziele deiner Gesprächspartner nichts weißt, weil du dich nicht im Vorfeld mit ihnen auseinandergesetzt hast. Ebenso solltest du thematisch das nötige Hintergrundwissen mitbringen.

Im Gespräch solltest du kritische Anmerkungen nicht einfach übergehen, ohne eine Lösung dafür zu finden. Das gibt dem anderen das Gefühl, nicht gehört zu werden, und kann der Grund sein, warum du am Ende nicht überzeugst. Ein weiterer Fehler wäre es, zu viel zu reden. Wenn der andere gar nicht zu Wort kommt, kann das für Unmut sorgen. Sorge also dafür, dass das Gespräch ausgeglichen ist, wobei du im Zweifel mehr zuhören als selbst reden solltest.

Bildnachweis: Alexandros Michailidis / Shutterstock.com

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