Lebenslauf als Berufseinsteiger – Kostenlose Vorlage, Muster & Tipps

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Vorlage / Muster: Lebenslauf Berufseinsteiger
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Wie erstelle ich als Berufseinsteiger einen professionellen Lebenslauf? Schritt-für-Schritt-Anleitung mit vielen Beispielen

Berufseinsteigern mangelt es an praktischer Erfahrung. Ein gelungener Lebenslauf mit den richtigen Schwerpunkten kann dieses Manko aber ein Stück weit ausgleichen – und die Chancen auf den ersehnten Job verbessern.

Berufseinsteiger, die frisch von der Universität kommen oder eine Berufsausbildung abgeschlossen haben, sind häufig motiviert, engagiert und zielstrebig. Dafür haben sie aus Sicht von Personalverantwortlichen jedoch einen klaren Nachteil: Sie sind nicht oder kaum berufserfahren. Bestenfalls haben sie aussagekräftige Nebenjobs gehabt oder Praktika absolviert. Mit der Setzung der richtigen Schwerpunkte in den eigenen Bewerbungsunterlagen kann es dennoch gelingen, einen professionellen Eindruck beim möglichen Arbeitgeber zu hinterlassen.

So ist der Lebenslauf aufgebaut

Aus Sicht vieler Personaler und Chefs ist der Lebenslauf das Herzstück jeder Bewerbung. Zwar ist auch das Anschreiben äußerst relevant, aber es ist der Lebenslauf, der die harten Fakten des Werdegangs dokumentiert. Hier sehen Personalverantwortliche rasch, ob ein Kandidat die gewünschten Qualifikationen aufweist oder nicht.

Für Berufseinsteiger, denen es naturgemäß an praktischer Erfahrung mangelt, kommt es darauf an, ihre Fähigkeiten und Stärken mit den richtigen Schwerpunkten in den Mittelpunkt zu rücken. So können sie die mangelnde Berufserfahrung ein Stück weit ausgleichen.

Der Lebenslauf folgt einem festen Aufbau – auch wenn er kreativer gestaltet werden kann, hat sich doch eine gewisse Struktur durchgesetzt. Er beginnt mit einer Überschrift, gefolgt von den persönlichen Daten des Bewerbers. Auch ein Foto ist in diesem Bereich üblicherweise angesiedelt.

Die nächste und aus Sicht von Personalern aussagekräftigste Kategorie stellt die Berufserfahrung dar. Danach folgt die Ausbildung.

Weitere Fähigkeiten und Erfahrungen bilden einen zusätzlichen Schwerpunkt. Inhaltlich abgerundet wird der Lebenslauf durch die Nennung einiger weniger persönlicher Interessen.

In Deutschland hat sich eine tabellarische Form des Lebenslaufs durchgesetzt. Das bedeutet, dass die Angaben stichpunktartig in aller Kürze gemacht werden. Eine Alternative ist der Lebenslauf in Fließtext, auch ausführlicher Lebenslauf genannt. Dieser ist jedoch sehr selten und sollte nur verfasst werden, wenn der potenzielle Arbeitgeber dies explizit wünscht.

Die einzelnen Kategorien des Lebenslaufs werden im Folgenden im Detail beschrieben.

Überschrift und persönliche Daten

Der Lebenslauf beginnt mit einer Überschrift. Hier kann entweder der Name des Bewerbers gewählt werden oder die Überschrift „Lebenslauf“. Die Kopfzeile ist hierfür gut geeignet. Die erste richtige Rubrik im Lebenslauf stellen die persönlichen Daten dar. Hier sollten der Name des Bewerbers, seine Adresse und Kontaktmöglichkeiten per E-Mail und Telefon genannt werden. Auch Geburtstag und -ort sind an dieser Stelle wichtig. Eine optionale Angabe betrifft die Staatsangehörigkeit und den Familienstand.

Das Bewerbungsfoto

Angrenzend an die persönlichen Daten ist üblicherweise ein Foto des Bewerbers integriert. Dies ist zwar nicht verpflichtend; schon rechtlich wäre eine solche Vorgabe nicht haltbar. Es ist nichtsdestotrotz empfehlenswert, ein professionelles Bild zu nutzen. Zumindest unterbewusst spielt Sympathie eine wichtige Rolle, wenn es um die Entscheidung geht, welcher Bewerber eine Runde weiter kommt – besonders dann, wenn mehrere Kandidaten vergleichbare fachliche Qualifikationen aufweisen. Es lohnt sich, etwas mehr Geld in ein Foto von einem professionellen Fotografen zu investieren.

Berufserfahrung und weitere praktische Erfahrungen

Die nächste Rubrik ist die wichtigste im Lebenslauf – die Berufserfahrung. Bewerber, die gerade erst den Einstieg in den Beruf suchen, haben hier meist noch nicht allzu viele Stationen zu verzeichnen. Nichtsdestotrotz können bisherige Nebenjobs ebenso genannt werden wie mögliche Praktika.

Bei der Auflistung müssen sich Bewerber entscheiden, ob sie chronologisch oder antichronologisch vorgehen. Die antichronologische Variante hat sich bei Bewerbungen in Deutschland durchgesetzt. Sie bietet den Vorteil, dass die jüngsten beruflichen Erfahrungen an oberster Stelle stehen und damit schneller ins Auge springen. Weitere Erfahrungen folgen in absteigender Form. Bei kurzen Lebensläufen, etwa von Berufsanfängern, kann auch eine chronologische Aufzählung vertretbar sein.

Egal, welche Variante gewählt wird: Der Job oder das Praktikum sollte mit Zeitraum, Bezeichnung, Arbeitgeber und Arbeitsort genannt werden. Zudem sollte die Station kurz stichpunktartig beschrieben werden.

So könnte eine Beschreibung einer praktischen Erfahrung aussehen:

09/2016 – 11/2016: Praktikum als [Bezeichnung] bei [Firmenbezeichnung], [Ort]
– [Tätigkeitsbeschreibung 1]
– [Tätigkeitsbeschreibung 2]
– [Tätigkeitsbeschreibung 3]

Vorhandene Erfahrungen betonen

Für Berufsanfänger ist es wichtig, dass sie vorhandene praktische Erfahrungen im Lebenslauf betonen und so in den Vordergrund rücken. Deshalb sollten auch Praktika beschrieben werden. Dabei sollten sich Bewerber immer eng an der Stellenausschreibung orientieren und überlegen, worauf der potenzielle Arbeitgeber besonders viel Wert legen könnte.

Es kommt darüber hinaus gut an, wenn die Stationen des eigenen Werdegangs als logische Abfolge von Schritten erscheinen, die in genau den Job münden, den der Kandidat mit seiner Bewerbung anstrebt. So wirkt der Interessent zielstrebig und motiviert.

Ausbildung im Lebenslauf als Berufseinsteiger

Nach den praktischen Erfahrungen folgen die Angaben zur Ausbildung. Dies betrifft insbesondere die schulische Station mit dem Schulabschluss sowie den höchsten Abschluss des eigenen Bildungswegs. Wer ein Studium abgeschlossen hat, kann auf die Nennung der Schule auch verzichten – schließlich ist sofort ersichtlich, dass er Abitur gemacht haben muss. Bei schulischen und weiteren Bildungsabschlüssen kann die Abschlussnote genannt werden, wenn sie die Chancen des Bewerbers verbessert. Ist sie hingegen nicht sonderlich positiv ausgefallen, sollte darauf besser verzichtet werden.

Die Stationen der Ausbildung werden analog zur Berufserfahrung aufgelistet – inklusive Zeitraum, Bezeichnung, Bildungseinrichtung und Ort.

Weitere Kenntnisse

Manche Qualifikationen fallen weder in die Kategorie Berufserfahrung noch Ausbildung, stellen aber dennoch ein wichtiges Argument für den Bewerber dar. Solche Erfahrungen passen in die Rubrik „Weitere Kenntnisse“. Üblicherweise finden sich hier etwa Angaben zu EDV-Kenntnissen und Sprachkenntnissen. Damit diese für den potenziellen Arbeitgeber greifbar sind, sollten sie – etwa auf einer Skala – eingestuft werden. Hier sollte der Kandidat realistisch bleiben. Es kann passieren, dass etwa Sprachkenntnisse spontan im Vorstellungsgespräch auf den Prüfstand gestellt werden.

So können Sprachkenntnisse aufgeführt werden:

Englisch: verhandlungssicher
Französisch: Grundkenntnisse

EDV-Kenntnisse können auch mit Verweis auf die Häufigkeit der Verwendung des betreffenden Programms angegeben werden:

Microsoft Word: sehr häufig in Verwendung
Microsoft PowerPoint: regelmäßig in Verwendung

Auch Ehrenämter oder Auslandsaufenthalte können an dieser Stelle genannt werden.

Persönliche Interessen

Um dem Lebenslauf eine persönliche Note zu verleihen, sind auch persönliche Interessen und Hobbys fester Bestandteil des Bewerbungsdokuments. Bewerber sollten hier authentisch bleiben, aber nach Möglichkeit auch keine allzu langweiligen Tätigkeiten aufzählen. Wer doch gerne „kocht“, wird besser konkret und schreibt „Thailändische Currys kochen“. Das hebt ihn von Mitbewerbern ab.

Besonders sinnvoll ist es, Hobbys zu nennen, aus denen eine zusätzliche Befähigung für den angestrebten Job hervorgeht oder die auf bestimmte Soft Skills hindeuten.

Der Lebenslauf kann mit einer persönlichen Unterschrift abgeschlossen werden. Dabei werden auch Ort und Datum genannt.

Optische Gestaltung des Lebenslaufs

Zusätzlich punkten können Bewerber, wenn sie ihren Lebenslauf optisch ansprechend gestalten. Denn auch wenn es in erster Linie natürlich auf den Inhalt und damit die Qualifikationen des Kandidaten ankommt: Wer seinen Lebenslauf professionell designt, fällt eher positiv auf.

So können Bewerber mit Farben und Formatierungsoptionen arbeiten. Sie können Schriftarten und -größen verändern und Symbole einbauen. Dabei sollte das Design dezent und stringent sein. Es kann auch sinnvoll sein, sich dabei am Corporate Design des möglichen Arbeitgebers zu orientieren.

Bewerbungsvorlagen, die kostenlos heruntergeladen werden können, erleichtern die optische Gestaltung des Dokuments.

Individuelle Gestaltung des Lebenslaufs

Ähnlich wie beim Anschreiben kann und sollte der Lebenslauf für jede Bewerbung abgeändert werden. Wer einen Standardtext verfasst, lässt Chancen ungenutzt.

Es ist denkbar, sich bei der Wahl von typischen Tätigkeiten bei einem Job oder Praktikum daran zu orientieren, was für den angestrebten Job besonders wichtig sein könnte. Auch welche weiteren Kenntnisse und Erfahrungen angegeben werden, hängt vom potenziellen Arbeitgeber und der offenen Stelle ab.

Auch in puncto Design kann eine Überarbeitung des Lebenslaufs hilfreich sein, wenn sich der Bewerber etwa am Corporate Design orientieren möchte. Dabei ist es wichtig, dass sich ein einmal gewähltes Design durch alle selbstgestalteten Dokumente der Bewerbung zieht. So wirkt die Bewerbung professionell und durchdacht.