Bewerbungsanschreiben Ausbildung

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Vorlage / Muster: Bewerbungsanschreiben Ausbildung
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Wie erstelle ich ein Bewerbungsanschreiben für eine Ausbildung? Schritt-für-Schritt Anleitung mit vielen Beispielen

Wer sich für eine Ausbildungsstelle bewirbt, hat meist noch keine Berufserfahrung. Umso wichtiger wird in einer Bewerbung für eine Ausbildung das Anschreiben – und damit deine Motivation. Worauf es beim Verfassen ankommt, erfährst du hier.

Du hast einen vielversprechenden Ausbildungsplatz in einer Annonce im Internet oder anderswo gefunden? Glückwunsch, damit ist ein wichtiger Schritt hin zu einer Ausbildung geschafft. Nun kommt es darauf an, den Ausbildungsbetrieb davon zu überzeugen, dass du der richtige Kandidat für die offene Ausbildungsstelle bist. Dafür ist das Anschreiben besonders wichtig. Mit diesen Tipps präsentierst du dich im Bewerbungsschreiben optimal.

Bessere Chancen bei der Bewerbung um eine Ausbildung

In den letzten Jahren ging der Trend dahin, dass Schulabgänger eher studieren als eine Ausbildung zu machen. Mit zwei Folgen: Zum einen ist die Konkurrenz bei Jobs, die einen akademischen Hintergrund erfordern, in vielen Bereichen größer geworden. Es kann schwerer werden, einen entsprechenden Job zu ergattern. Für junge Menschen, die sich für eine Ausbildung interessieren, stehen die Chancen hingegen besser. In manchen Bereichen wie dem Garten- und Landschaftsbau, wo sich Betriebe schwertun, überhaupt Lehrlinge zu finden, ist dies noch stärker der Fall.

Dessen ungeachtet benötigst du überzeugende Bewerbungsunterlagen, wenn du eine Chance auf die ersehnte Ausbildungsstelle haben möchtest. Wenn es um eine Lehre geht, rückt die Bedeutung des Lebenslaufs – klassischerweise neben dem Anschreiben der wichtigste Bestandteil von einer Bewerbung für einen Ausbildungsplatz – in den Hintergrund. Als Schulabgänger hast du schlicht noch keine oder zumindest kaum praktische Erfahrungen zu verzeichnen und entsprechend kurz ist auch dein Lebenslauf für eine Ausbildung – selbst, wenn du schon ein Praktikum absolviert haben solltest. Das ist nicht schlimm, die wenigsten Ausbildungsbetriebe erwarten praktische Erfahrungen.

Deinem Anschreiben kommt dadurch allerdings automatisch eine noch größere Bedeutung zu. Hier liegt deine Chance, den Adressaten deiner Bewerbung von dir als Auszubildender zu überzeugen.

Das Anschreiben muss alle wichtigen Fragen beantworten

Das Anschreiben ist typischerweise neben dem Lebenslauf der am meisten beachtete Bestandteil von Bewerbungen. Während im Lebenslauf harte Fakten, also die schulische Ausbildung und berufliche Stationen, im Vordergrund stehen, geht es im Anschreiben um die Eignung als Person.

Die wenigsten jungen Menschen, die sich um eine Ausbildungsstelle bemühen, haben überhaupt schon einmal eine „richtige“ Bewerbung geschrieben. Selbst, wer bereits in den Ferien gearbeitet hat, musste dafür als Jugendlicher häufig nur zum Telefonhörer greifen oder maximal einen kurzen Lebenslauf einreichen. Bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz ist das anders. Hier musst du darauf achten, dass alle nötigen Unterlagen verschickt werden – und damit auch das Anschreiben.

Ein Anschreiben zu verfassen ist für die meisten anstrebenden Lehrlinge Neuland. Dabei handelt es sich um ein Dokument, das in der Länge eine Seite nicht übersteigen sollte. Hier erklärst du, was dich als Person für die angestrebte Position, also den Ausbildungsplatz, qualifiziert. Wie tragen deine Interessen und persönlichen Stärken dazu bei? Warum glaubst du, dass du gut im angestrebten Beruf wärst und warum passt dieser zu dir? Auch solltest du begründen, warum dich die Ausbildung gerade in dem Betrieb reizt, in dem du dich bewirbst.

Da du noch keine oder kaum Berufserfahrung oder andere praktische Erfahrungen vorweisen kannst, wird deine Motivation für die Ausbildung wichtiger. Achte deshalb darauf, dass du diese in deinem Bewerbungsschreiben glaubhaft begründest.

Bewerbungsanschreiben Ausbildung: So ist das Anschreiben aufgebaut

Beim Aufbau des Anschreibens gibt es einige ungeschriebene Regeln, die für die Bewerbung um eine reguläre Stelle ebenso gelten wie für die Bewerbung um einen Ausbildungsplatz.

Die obere Hälfte des Dokuments beginnt mit den Kontaktangaben von dir und deinem Adressaten. Dein Name, deine Adresse, Telefonnummer(n) und E-Mail-Adresse kommt dabei zuerst. Diese Informationen kannst du rechts- oder auch linksbündig auf der Seite anordnen. Nach einem Absatz folgen die Kontaktdaten des Ansprechpartners, also wiederum Name, gegebenenfalls die Position sowie die Adresse des Unternehmens oder des Betriebs.

Rechtsbündig solltest du nach einem weiteren Absatz Ort und Datum vermerken. Danach folgt die Betreffzeile. Diese solltest du fetten. Sie kann, muss aber nicht in einer etwas größeren Schriftgröße verfasst werden. Inhaltlich geht es hier darum, dein Anliegen deutlich zu machen. Wichtig ist, dass dein Ansprechpartner sofort erkennen kann, worum es geht.

Dies geht etwa so:

  • „Bewerbung um eine Ausbildungsstelle als [Beruf]“
  • „Bewerbung als Auszubildende im Bereich [Bereich]“

Vor allem, wenn es sich um eine größere Firma handelt, musst du darauf achten, dass es keine Verwechslungsgefahr gibt – etwa, weil viele unterschiedliche Ausbildungen angeboten werden. Falls aus der Ausschreibung des Platzes eine damit verbundene Kennziffer hervorgeht, sollte diese in den Betreff integriert werden.

Der anschließend folgende eigentliche Text ist in mehrere gedankliche oder tatsächliche Abschnitte gegliedert: die Einleitung, den Hauptteil und den Schluss.

Der Einstieg

Die Einleitung beginnt mit der Anrede deines Ansprechpartners. Dabei sollte dieser unbedingt persönlich namentlich angesprochen werden. Nicht immer geht aus der Anzeige für die Ausbildungsstelle der richtige Kontakt hervor. Falls du den Namen des Ansprechpartners nicht kennen solltest, scheue dich nicht, im Betrieb nachzufragen. So machst du einen guten Eindruck und zeigst, dass du dich bemühst und wirklich interessiert bist. Das Gegenteil ist der Fall, wenn du die „sehr geehrten Damen und Herren“ anredest.

In der Einleitung, die einige wenige Sätze umfasst, geht es darum, Interesse zu wecken und den Ansprechpartner zum Weiterlesen anzuregen. Vermeide deshalb langweilige Formulierungen wie „Ich habe an Stelle XY gesehen, dass…“. Auch Offensichtliches wie „Hiermit bewerbe ich mich als Auszubildender im Bereich…“ solltest du keinesfalls als Einstieg wählen. Besser ist es, den Entscheidungsträger zu überraschen oder zu zeigen, dass du wirklich Interesse an der Ausbildung hast.

Mögliche erste Sätze deines Anschreibens könnten in diese Richtung gehen:

  • „In der Schule war [Fach] mein liebstes Fach. Es hat mich brennend interessiert, [Details]. So ist mein Wunsch entstanden, [Beruf] zu werden.“
  • „Ich möchte [Beruf] werden und die Ausbildung dazu möchte ich bei Ihrem Unternehmen absolvieren. Lassen Sie mich Ihnen erklären, warum.“
  • „Meine größten Stärken sind meine Kreativität und meine Beharrlichkeit. Und ich [Beispiel] leidenschaftlich gerne. Deshalb möchte ich [Beruf] werden.“

Der Hauptteil

Im Hauptteil geht es darum, deine Qualifikationen und deine Eignung für die gewünschte Ausbildungsstelle herauszustellen. Nach der Lektüre dieses Abschnitts sollte der Adressat deiner Bewerbung das Gefühl haben, dass du wirklich etwas zu bieten hast.

Gehe dabei auf alle Aspekte ein, die dich zu einem vielversprechenden Kandidaten machen. Was das ist, lässt sich nicht pauschal sagen. Für manche angehenden Lehrlinge sind es ihre herausragenden Leistungen in einem bestimmten Schulfach, für andere private Hobbys, die sie schon seit Jahren betreiben. Auch Ehrenämter oder generelle Interessen können ein Grund dafür sein, warum du den betreffenden Beruf erlernen möchtest. Immer jedoch gilt: Deine Ausführungen sollten möglichst glaubhaft sein. Beispiele sind deshalb hilfreich. Das gilt im Besonderen, wenn du behauptest, bestimmte Stärken aufzuweisen.

Es geht in diesem Abschnitt des Anschreibens darum, zu erklären, warum du diese Ausbildung machen möchtest. Außerdem solltest du darlegen, warum dich die Lehre gerade in dem betreffenden Betrieb reizt – etwa aufgrund der Lernbedingungen, der Ausbildungsmodalitäten oder des guten Rufs der Firma.

Der Schluss

Im Schlussabschnitt geht es darum, dein Interesse zu bekräftigen und auf ein mögliches Vorstellungsgespräch zu sprechen zu kommen. Im Schlusssatz ist das Ziel, deinen Ansprechpartner vollends davon zu überzeugen, dass du die richtige Wahl bist – zumindest, was die Einladung zum Vorstellungsgespräch angeht.

Wichtig ist, dass du dich an dieser Stelle nicht unnötig schüchtern wirkst oder in eine Bittsteller-Rolle verfällst. Zeige dich selbstbewusst – und vermeide insbesondere den Konjunktiv. Schreibe also nicht: „Ich würde mich sehr freuen, wenn wir uns persönlich kennenlernen“, sondern „Ich freue mich sehr, Sie persönlich kennenzulernen“. Auch „Auf positive Nachricht von Ihnen freue ich mich“ oder „Ich lege Ihnen gerne persönlich dar, warum ich die richtige Auszubildende für Sie bin“ sind überzeugende Formulierungen.

Unterschreibe dein Anschreiben persönlich, um einen professionellen Eindruck zu hinterlassen. Falls gewünscht, kannst du mit einem kurzen Stichwort („Anlagen“) nach einem weiteren Absatz auf die Anlagen deiner Bewerbung verweisen.