10 Gründe, warum dich unternehmerisches Denken weiterbringt

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Unternehmerisches Denken

Was unternehmerisches Denken ausmacht, ist längst nicht jedem klar. Diese zehn Gründe sprechen dafür, dass du dich dringend damit auseinandersetzen solltest, um deine Performance am Arbeitsplatz zu optimieren.

Unternehmerisches Denken, mag so mancher meinen, benötigt man, nun ja – als Unternehmer. Das ist richtig. Es ist aber durchaus sinnvoll, auch dann unternehmerisch zu denken, wenn du kein Unternehmen führst, sondern als Arbeitnehmer in einer Firma tätig bist. Das haben auch viele Arbeitgeber erkannt – und fördern deshalb den „Entrepreneurial Spirit“ in ihrem Unternehmen.

Das macht unternehmerisches Denken aus

Dass unternehmerisches Denken nicht nur für Firmeninhaber und Selbständige sinnvoll ist, ist eine Erkenntnis, die sich in der Arbeitswelt vielerorts durchgesetzt hat. Viele Chefs freuen sich, wenn ihre Mitarbeiter in ihrem Job Prämissen des unternehmerischen Denkens beherzigen. Was aber bedeutet eigentlich unternehmerisches Denken?

Ein Grundgedanke ist der, dass Arbeitnehmer mit den Interessen der Firma, in der sie arbeiten, so umgehen, als seien es ihre eigenen. Es geht dann stets darum, dem Unternehmen zu (noch) mehr Erfolg zu verhelfen.

Dies geschieht, indem der Mitarbeiter effizient und effektiv handelt. Er hat die Wirtschaftlichkeit seines Tuns im Blick, und er setzt die richtigen Prioritäten. Mit seiner Firma identifiziert er sich, und er macht sich Gedanken darüber, wie Prozesse und Abläufe optimiert werden können. Kurzum: Sein oberstes Ziel ist der Erfolg seines Arbeitgebers, und er handelt entsprechend.

Viele Grundgedanken des unternehmerischen Denkens können dich und deine Karriere einen großen Schritt voranbringen – und dafür sorgen, dass du dich für deine Vorgesetzten unentbehrlich machst. Zehn Gründe, warum du am Arbeitsplatz denken solltest wie ein Unternehmer.

1. Weil es dich besser macht

Wer unternehmerisch denken will, muss zunächst bei sich selbst ansetzen. Was mache ich gut, wo gibt es Verbesserungsbedarf? Welche Prozesse gelingen mir mühelos, an welchen Aufgaben sitze ich regelmäßig länger?

Eine gründliche Selbstanalyse kann dabei helfen, die eigene Arbeit besser zu beurteilen. So findest du heraus, wo du (noch) besser werden kannst und wie du diese Erkenntnisse umsetzen kannst. Das wird auch dein Chef bemerken – und in dir einen Leistungsträger sehen.

2. Weil du effektiver arbeitest

Und warum wirst du leistungsfähiger? Genau, weil du herausfindest, mit welchen Aufgaben du dich unnötig lange aufhältst und was besser laufen kann. Wenn du dir überlegst, wie du deine Tätigkeiten optimieren kannst, findest du ganz bestimmt einige verbesserungswürdige Bereiche.

Dank dieser Erkenntnisse kannst du deinen Arbeitsalltag umstrukturieren. Wenn du herausfindest, welche Tätigkeiten wenig ertragreich sind, obwohl sie viel Zeit in Anspruch nehmen, kannst du diese Tätigkeiten künftig anders organisieren. Und das macht deine Arbeit sehr viel effektiver.

3. Weil du dir so das Vertrauen deines Chefs erarbeitest

Ist es schon fünf Uhr? Nichts wie ab nach Hause! So denken viele Arbeitnehmer. Ob die Tätigkeit, mit der sie gerade noch beschäftigt waren, zufriedenstellend beendet ist, ist dabei oft von untergeordneter Bedeutung. Wer unternehmerisch denkt, hat jedoch vor allem die Interessen seines Arbeitgebers im Blick. Und entsprechend handelt er auch.

Es ist dein eigenes Interesse geworden, dass dein Arbeitgeber erfolgreich ist, und du überlegst, was du dazu beitragen kannst. Das kann bedeuten, dass du etwas länger bleibst, es kann auch bedeuten, dass du deinem Chef Vorschläge zur Optimierung von Arbeitsweisen unterbreitest, nach denen dieser gar nicht gefragt hat.

Wenn du so handelst, werden das auch deine Vorgesetzten bemerken – und dir ihr Vertrauen schenken.

4. Weil du weiter denkst

Du kannst eine Aufgabe nach dem festen Schema bearbeiten, auf das du schon die letzten fünf Jahre gesetzt hast. Schließlich kennst du es so, und niemand hat dich aufgefordert, etwas zu ändern. Wenn du darüber nachdenkst, fällt dir aber vielleicht auf, dass du diese spezielle Tätigkeit nicht optimal bearbeitest.

Überlege deshalb, wie eine Aufgabe am effizientesten gelöst werden kann. Denke dabei um die Ecke, und stets einen Schritt weiter – schließlich geht es am Ende um das große Ganze.

5. Weil du dich damit als Impulsgeber zeigst

Zum „Entrepreneurial Spirit“ gehört es auch, dass du dich – natürlich freiwillig – auf dem Laufenden hältst, was deine Tätigkeit und die Branche, in der du arbeitest, angeht. Wenn du entsprechende Entwicklungen aufmerksam verfolgst, kannst du diese Erkenntnisse in deine Arbeit einfließen lassen.

Dein Arbeitgeber wird bemerken, dass du innovative Ideen einbringst und auf neue Lösungen setzt. Das macht dich zum Impulsgeber im Büro.

6. Weil damit komplizierte Prozesse der Vergangenheit angehören können

Jeder kennt sie, die Tätigkeiten, die bei niemandem beliebt sind, die lange dauern und kompliziert sind, die aber dennoch verrichtet werden müssen. Aber gibt es nicht einen Weg, diese Aufgaben etwas einfacher zu bearbeiten? Zum Beispiel, indem neue Tools benutzt werden oder durch einen anderen Ablauf?

Es gibt viele Wege, eine Tätigkeit zu vereinfachen. Und dann bleibt mehr Zeit für andere wichtige Dinge, die angenehmer sind.

7. Weil du deinem Arbeitgeber wertvolle Hinweise geben kannst

Das Café, in dem du arbeitest, bestellt immer zu viele Torten. Das könnte dir egal sein, schließlich bleibt so mehr für dich übrig. Für deinen Arbeitgeber ist so etwas jedoch unwirtschaftlich. Überlege deshalb, wenn du etwas bestellst oder Dinge verwendest, die dein Arbeitgeber bezahlt, ob das wirklich in dieser Menge nötig ist. Oft sind Arbeitgeber auf die Hinweise ihrer Mitarbeiter angewiesen, um festzustellen, wo Dinge verbessert werden können.

8. Weil du deine Selbständigkeit unter Beweis stellst

Jeder Chef liebt Mitarbeiter, die selbständig denken und handeln – und die, wenn sie vor einem Problem stehen, zunächst selbst nach einer Lösung suchen. Wenn dich niemand mehr auf etwas Offensichtliches hinweisen muss, zeigst du, dass du mitdenkst. Du profilierst dich als jemand, der Ziele definiert, seine Arbeit strukturiert und Aufgaben effektiv angeht.

9. Weil du nicht für mehr Arbeit für andere sorgst

Mist, der Computer hat schon wieder Probleme. Und dann funktioniert das Mail-Programm plötzlich nicht mehr. So mancher Arbeitnehmer greift dann sofort zum Telefonhörer, um die IT-Abteilung zu kontaktieren – und sorgt dort für mehr Arbeit. Frage nicht bei jeder Kleinigkeit sofort an anderer Stelle nach, sondern überlege, wie du das Problem lösen kannst. Wenn du wirklich nicht weiterkommst, kannst du immer noch nachfragen – und hast dir im besten Fall schon Lösungsvorschläge erarbeitet, die dich kompetent wirken lassen.

10. Weil du so zu einem wichtigen Ansprechpartner wirst

Viele Arbeitnehmer haben nur ihre eigenen Interessen im Blick. Ein guter Arbeitnehmer bemüht sich jedoch, auch die Interessen seiner Kollegen oder die von anderen Abteilungen zu sehen. Er weiß, dass das große Ganze zählt, und setzt deshalb alles daran, dass alle Beteiligten effektiv zusammenarbeiten. Wenn du bei Konflikten nicht blockierst, sondern Lösungen und Kompromisse suchst, wirst du für deine Kollegen und deinen Chef zu einem gefragten Ansprechpartner und Vermittler.