AllgemeinMitarbeiter-Benefits: Von diesen Vorteilen können Arbeitnehmer profitieren

Mitarbeiter-Benefits: Von diesen Vorteilen können Arbeitnehmer profitieren

Was entscheidet darüber, ob Arbeitnehmer bei einem Arbeitgeber glücklich sind? Neben dem Gehalt, den Tätigkeiten und den Karrierechancen spielen auch Mitarbeiter-Benefits häufig eine Rolle für die Zufriedenheit von Mitarbeitern. Sie können vom Dienstwagen bis zum Yoga-Kurs viele Dinge umfassen und bieten nicht nur Mitarbeitern Vorteile, sondern auch den Arbeitgebern selbst. Im Kampf um die besten Fachkräfte können sie sich mit bestimmten Benefits für Mitarbeiter Vorteile verschaffen.

Benefits für Mitarbeiter: Was ist das?

Wer sich auf eine Stelle bewirbt, muss den Arbeitgeber überzeugen? Das mag stimmen. Allerdings gilt das auch umgekehrt: Arbeitgeber müssen vor allem qualifizierten Fachkräften etwas bieten können, damit diese einen Job in ihrem Unternehmen annehmen. Wer keine attraktiven Bedingungen bieten kann, hat im Vergleich zur Konkurrenz das Nachsehen, weil er bei den vielversprechendsten Bewerbern nicht punkten kann.

Bei der Frage danach, was einen Arbeitgeber attraktiv macht, würden die meisten Bewerber wohl auf die konkreten Tätigkeiten, das Gehalt, gute Aufstiegschancen und ein gutes Betriebsklima zu sprechen kommen. Daneben können auch Mitarbeiter-Benefits eine Rolle bei der Entscheidung für oder gegen ein Stellenangebot spielen. Aber was verbirgt sich dahinter eigentlich?

Die Bezeichnung Mitarbeiter-Benefits leitet sich vom englischen Wort „benefits“ ab, womit Vorteile gemeint sind. Die Mitarbeiter-Vorteile werden auch Corporate Benefits oder Fringe Benefits genannt. Es handelt sich dabei um zusätzliche Leistungen des Arbeitgebers, die über das Gehalt oder den Lohn hinausgehen. Sie können diverse Formen annehmen. Manchmal handelt es sich um materielle Vorteile wie Rabatte, Gutscheine oder Prämien. In anderen Fällen betreffen die Mitarbeiter-Benefits arbeitnehmerfreundliche Bedingungen wie flexible Arbeitszeiten. Selbst die Einrichtung im Unternehmen kann für Mitarbeiter einen Vorteil darstellen.

Mitarbeiter-Benefits: Beispiele für Mitarbeiter-Vorteile

Benefits für Mitarbeiter können ganz unterschiedlicher Natur sein. Welche Mitarbeiter-Benefits Arbeitgeber anbieten, hängt einerseits von der Zielgruppe ab. Wer junge Akademiker anlocken möchte, setzt auf andere Mitarbeiter-Vorteile als Arbeitgeber, denen es um erfahrene Fachkräfte im mittleren Alter geht. Andererseits spielt natürlich auch das Budget eine entscheidende Rolle. Kleinere und mittlere Unternehmen können sich meist deutlich weniger Benefits für Mitarbeiter leisten als große Unternehmen. Dabei müssen Mitarbeiter-Benefits gar nicht teuer sein – manche Mitarbeiter-Vorteile sind für Arbeitgeber völlig kostenlos. Die folgenden Beispiele zeigen dir, was möglich ist.

Bei Mitarbeitern besonders begehrt: Gute Arbeitsbedingungen

Bei Mitarbeitern besonders beliebte Benefits sind nicht materieller Natur: In Umfragen geben Arbeitnehmer immer wieder an, dass sie sich flexible Arbeitsbedingungen wünschen. Immer mehr Arbeitgeber entsprechen diesem Wunsch, etwa mit Gleitzeit oder Arbeitszeitkonten. Weit oben auf der Wunschliste vieler Arbeitnehmer steht auch die Möglichkeit, regelmäßig im Home-Office arbeiten zu dürfen. Ebenfalls in die Kategorie „Gute Arbeitsbedingungen“ fällt die Möglichkeit, den eigenen Hund mit ins Büro zu nehmen. Damit sind auch Überstunden weniger problematisch – außerdem wird Hunden nachgesagt, dass sie das Betriebsklima verbessern und Stress verringern können. Indirekt können also auch Arbeitgeber davon profitieren, wenn ihre Mitarbeiter ihre Vierbeiner mitbringen dürfen.

Ein Bestandteil von arbeitnehmerfreundlichen Arbeitsbedingungen kann es sein, den Beschäftigten mehr Urlaubstage zu gewähren. Außerdem dient das der Erholung und kann Erkrankungen ebenso vorbeugen wie Frust und Überarbeitung. Viele Arbeitnehmer schätzen es auch, wenn ihr Arbeitgeber die Möglichkeit anbietet, ein Sabbatical zu machen. Um die eigentliche Arbeitszeit und die Pausen besser gestalten zu können, bieten manche Unternehmen ihren Mitarbeitern Benefits in Form von gemütlichen Sitzecken, Massagesesseln, Tischkickern oder Spielkonsolen an. Vor allem Spiele können den Zusammenhalt im Team und die teamübergreifende Kommunikation stärken.

Materielle Leistungen

Viele Arbeitgeber bieten ihren Beschäftigten materielle Mitarbeiter-Benefits. Zu den bekanntesten Beispielen zählen Diensthandys, Laptops oder Dienstwagen. Auch bereitgestellte Fahrräder können einen Mitarbeiter-Vorteil darstellen. Sonderzahlungen zählen ebenfalls zu den beliebten materiellen Leistungen – zum Beispiel Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld oder Prämien für besondere Leistungen.

Angebote für eine gesunde Lebensweise

Nicht ganz uneigennützig sind Benefits für Mitarbeiter, die deren Gesundheit fördern. Ein Beispiel sind kostenlose Frühstücke, Mittagessen oder andere Verpflegung, etwa Obstkörbe. Auch ein leckeres, günstiges Essen in der unternehmenseigenen Kantine kann ein Anreiz für Mitarbeiter sein. Manche Arbeitgeber bieten darüber hinaus eigene Sportangebote an, etwa Yoga-Kurse, Team-Fußball oder ein hauseigenes Basketball-Team. Andere Arbeitgeber bezuschussen externe Sportkurse oder Fitnessstudio-Abos. Dahinter steckt eine simple Überlegung: Gesündere Mitarbeiter fallen seltener aus und sind weniger anfällig für Stress und Überlastung.

Kurse und Weiterbildungen

Viele Arbeitnehmer sind interessiert daran, sich weiterzubilden. Daran haben auch Arbeitgeber ein Interesse, denn sie profitieren oft unmittelbar von neu erworbenen Fähigkeiten oder Wissen ihrer Beschäftigten. Deshalb beteiligen sich viele Arbeitgeber an den Kosten für Kurse, Weiterbildungen oder Workshops.

Rabatte und Gutscheine

Häufig gewähren Arbeitgeber ihren Mitarbeitern Benefits in Form von Rabatten und Gutscheinen. Dazu können zum Beispiel Mitarbeiterrabatte im eigenen Unternehmen gehören, etwa Rabatte auf das Sortiment oder bestimmte Dienstleistungen. Tankgutscheine können ebenso zu den Mitarbeiter-Vorteilen zählen wie kostenlose Parkplätze oder ÖPNV-Tickets. Manche Arbeitgeber beteiligen sich an den Kosten für Kinderbetreuung oder übernehmen diese komplett. Damit tragen sie zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei. Mitunter gibt es sogar eine hauseigene Kita, in die die Mitarbeiter ihre Kinder während ihrer Arbeitszeit schicken können.

Events und Betriebsausflüge

Viele Arbeitgeber veranstalten regelmäßig besondere Events oder laden ihre Mitarbeiter zu Betriebsausflügen ein. Das kann durchaus auch als Mitarbeiter-Vorteil verstanden werden, auch wenn nicht jeder Arbeitnehmer solche Anlässe schätzt. Schließlich gibt es einen gewissen Druck, an entsprechenden Veranstaltungen teilzunehmen – oft in der Freizeit.

Geschenke für die Mitarbeiter

Über Geschenke freuen sich viele Arbeitnehmer. Arbeitgeber können ihren Beschäftigten zum Beispiel Willkommensgeschenke machen oder ihnen eine kleine Aufmerksamkeit zum Geburtstag zukommen lassen. Auch besondere Anlässe wie Hochzeiten oder die Geburt eines Kindes können sich eignen, um Geschenke zu verteilen. Manche Arbeitgeber bieten auch Clubmitgliedschaften oder Geburtsprämien für Eltern an.

Betriebliche Altersvorsorge

Früher oder später sind alle Menschen für eine gute Altersvorsorge dankbar. Ob die gesetzliche Rente später reicht, ist aber oft zweifelhaft. Umso besser ist es aus Sicht von Mitarbeitern, wenn ihr Arbeitgeber eine betriebliche Altersvorsorge als Mitarbeiter-Benefit anbietet. Damit können Beschäftigte eine Zusatzrente aufbauen. Oft zahlt der Chef die Beiträge an die Versicherung allein. Für Mitarbeiter bedeutet das, dass sie im Alter mehr Geld zur Verfügung haben, ohne, dass sie dafür selbst etwas zurücklegen mussten.

Mitarbeiterdarlehen

Einen Kredit zu guten Konditionen zu finden kann schwierig sein. Um Mitarbeiter an sich zu binden bieten manche Arbeitgeber deshalb Mitarbeiterdarlehen an. Üblicherweise können sich Beschäftigte dann vergleichsweise günstig Geld vom Arbeitgeber leihen. Oft sind solche Arbeitgeberdarlehen zweckgebunden und dienen etwa dem Kauf eines Hauses oder für eine Weiterbildung.

Warum viele Arbeitgeber Benefits für Mitarbeiter anbieten

Immer mehr Arbeitgeber setzen (auch) auf Mitarbeiter-Benefits, um fähige Bewerber anzulocken und bestehende Mitarbeiter zu halten. Das hat gute Gründe. Je nachdem, um welche Mitarbeiter-Vorteile es sich handelt, wiegen die Vorteile auch aus Arbeitgebersicht die Kosten auf. Grundsätzlich drücken Benefits für Mitarbeiter Anerkennung und Wertschätzung aus. Das kann die Zufriedenheit von Mitarbeitern ebenso steigern wie deren Motivation. Beides führt tendenziell zu einer größeren Leistung und mehr Produktivität. Davon profitieren Arbeitgeber unmittelbar.

Mitarbeiter-Benefits sind ein wichtiges Instrument zur Mitarbeiterbindung. Sie tragen zum Employer Branding und damit der Attraktivität eines Unternehmens nicht nur für Mitarbeiter, sondern auch für Bewerber bei. Mitarbeiter-Vorteile können einen Arbeitgeber von der Konkurrenz abheben. Viele Mitarbeiter-Benefits kommen der Gesundheit ebenso zugute wie der Work-Life-Balance, etwa günstigere Abos in Fitnessstudios oder gesundes Frühstück, das bereitgestellt wird. Solche Maßnahmen können zu geringeren Ausfallzeiten führen und gleichzeitig das Risiko für Burnout, psychosomatisch bedingte Rückenleiden und andere Anzeichen für Überlastung im Job verringern.

Mitarbeiter-Benefits als Alternative zur Gehaltserhöhung

Wenn sich Arbeitgeber an den Kosten für Weiterbildungen und anderen Kursen beteiligen, profitieren sie hiervon meist ebenfalls. Die Beschäftigten setzen ihre neuen Kenntnisse schließlich im Job ein.

Bestimmte Mitarbeiter-Benefits können ein nicht allzu üppiges Gehalt von Mitarbeitern zumindest ein Stück weit ausgleichen und sind oft eine Alternative zu einer Gehaltserhöhung, die auch bei vielen Arbeitnehmern willkommen ist. Mehr Geld ist zwar aus Arbeitnehmersicht wohl immer wünschenswert, allerdings rutschen viele Arbeitnehmer durch eine Gehaltserhöhung in einen höheren Steuersatz. Dadurch bleibt von dem Extra-Geld häufig weniger übrig als zunächst gedacht.

Bei Arbeitgebern sind Mitarbeiter-Benefits auch deshalb beliebt, weil sie oft mit Steuervergünstigungen einhergehen oder darauf gar keine Steuern und Sozialversicherungsabgaben fällig werden. Ob sich Mitarbeiter bei einem Arbeitgeber wohlfühlen, kann von Mitarbeiter-Benefits mitbestimmt werden. Den Ausschlag geben die Mitarbeiter-Vorteile aber meist nicht. Wenn das Betriebsklima mies ist, es keine guten Aufstiegschancen gibt oder das Gehalt viel zu niedrig ist, können Benefits für Mitarbeiter das nicht kompensieren.

Bildnachweis: Monkey Business Images / Shutterstock.com

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