3 Verhaltensweisen, die dich sofort kompetenter wirken lassen

Denkst du dich in Probleme hinein und suchst aktiv nach Lösungen, oder gehörst du eher zu denen, die andere um Hilfe bitten? Wenn es um deinen Ruf in der Firma und damit auch um deine Karriere geht, solltest du dir diese drei Verhaltensweisen unbedingt aneignen.

Seien wir ehrlich: Von manchen Dingen hat man einfach keine Ahnung. Selbst wer seit Jahren im selben Job tätig ist, hat von bestimmten Vorgängen unter Umständen noch nie gehört – zum Beispiel, weil sie nur selten von Bedeutung sind. Oder die richtige Vorgehensweise war vor Jahren mal Thema, aber mangels Anwendung ist sie nicht mehr präsent, wenn es darauf ankommt.

Man kann nicht alles wissen und man kann nicht jedes Problem sofort ohne fremde Hilfe selbst lösen. Aber vieles lässt sich klären, ohne Kollegen oder Vorgesetzte um Unterstützung zu bitten. Wer in solchen Situationen eigenständig Lösungen findet, kann sich auf diese Weise den Respekt von Kollegen und nicht zuletzt dem Chef erarbeiten. Wer auch knifflige Problemstellungen löst, wirkt gleich viel kompetenter als der Kollege, der immer wieder dieselbe Frage stellt.

Wir haben drei Tipps für dich, wie du durch bestimmte Verhaltensweisen am Arbeitsplatz sofort mehr Kompetenz ausstrahlst.

1. Versuche, das Problem selbst zu lösen

Ein essentielles Computer-Tool wurde gerade geupdatet, und plötzlich ist alles anders. Den Kollegen geht es ähnlich, die gängigen Anwendungen sind auf einmal nicht mehr dort, wo sie zuvor stets zu finden waren. Die Symbole sind anders, und die Menüführung hat sich ebenfalls grundlegend geändert. Wie du jetzt handelst, spiegelt wider, was für ein Typ du bist – gehörst du zu denen, die direkt in der IT-Abteilung anrufen? Oder versuchst du, durch Learning-by-Doing herauszufinden, wie du mit der neuen Version zufriedenstellend arbeiten kannst?

Wenn du kompetent wirken möchtest, dann greife nicht gleich zum Telefonhörer und tippe nicht sofort in die Tasten, um die Mail an die IT-ler abzusetzen. Versuche, zunächst einmal ganz intuitiv mit dem veränderten Programm zurecht zu kommen. Wenn das nicht klappen sollte, kannst du immer noch googeln. Wenn dein Arbeitgeber diese Anwendung benutzt, ist die Wahrscheinlichkeit relativ hoch, dass das auch andere tun – und sich entsprechend Tutorials und Tipps dazu im Internet finden lassen.

Wenn du eine Lösung gefunden hast, kannst du nicht nur wieder wie vorgesehen deiner Arbeit nachgehen. Du kannst auch deinen noch ahnungslosen Kollegen beibringen, wie sie sich in dem Programm zurechtfinden. Und ehe du dich versiehst, werden sie dich auch künftig um Hilfe bitten. Nicht nur kompetent zu wirken, sondern es auch tatsächlich zu sein, ist nicht zuletzt äußerst förderlich für deine Karriere.

2. Du denkst dich in die Probleme anderer hinein

Dein neuer Kollege taucht zum wiederholten Mal an deinem Arbeitsplatz auf, weil er einfach nicht versteht, wie bestimmte Prozesse vonstattengehen. Eigentlich hast du selbst genug zu tun, auch ohne solche Unterbrechungen. Du könntest den Neuen nun wegschicken und sagen, dass du ihm nicht weiterhelfen kannst. Mit dem Resultat, dass er sein Glück bei einem anderen Kollegen versuchen wird.

Wenn du im Stress bist, bist du möglicherweise froh, einen um Rat Suchenden wieder los zu sein. Das sorgt dafür, dass du dich in manche Fragestellungen unter Umständen gar nicht erst wirklich hineindenkst – obwohl du die Frage bei näherer Überlegung beantworten könntest.

Wenn du dir ein paar Minuten Zeit nimmst, wenn jemand mit Fragen auf dich zukommt, könnt ihr das Problem vielleicht gemeinsam lösen. Auch das kommt deinem Ruf am Arbeitsplatz zugute. Wenn du tatsächlich nicht weiterhelfen kannst, vermittle den Ratsuchenden an den geeigneten Ansprechpartner und schicke ihn nicht einfach zum nächsten ahnungslosen Kollegen.

3. Konstruktiv an Lösungen arbeiten

Ja, das neue Computerprogramm hat Mängel. Sehr große sogar. Seit der Umstellung auf dieses Tool klappt kaum noch etwas reibungslos. Das ist ein Problem – allerdings eines, das nicht verschwindet, nur weil man sich fortwährend darüber aufregt. Keine Frage, wer auf einmal nicht mehr so arbeiten kann, wie es von ihm verlangt wird, ärgert sich in einem solchen Fall über die Neuerung, wenn sie nicht oder nur schlecht funktioniert. Zur Lösung trägt er mit seiner negativen Einstellung jedoch nicht bei.

Wenn etwas nicht so läuft wie es sollte, ändere deine Haltung dazu. Nimm das Problem zur Kenntnis – und dann versuche, konstruktiv eine Lösung zu finden. Mache dir klar: Niemand, auch nicht deine Vorgesetzten, findet es gut, wenn etwas nicht funktioniert. In diesem Fall geht es nicht darum, Schuldzuweisungen zu machen, sondern mit einer positiven Herangehensweise dafür zu sorgen, dass die Arbeitsabläufe wieder reibungslos funktionieren.

Und, du ahnst es schon: Auch durch dieses Verhalten erweist du deinem Ruf als kompetenter Mitarbeiter in deinem Unternehmen einen großen Dienst. Wenn du Lösungen suchst, selbst wenn die Frage gar nicht in dein Aufgabengebiet fällt, du dich in Probleme anderer hineindenkst statt diese wegzuschicken, und wenn du konstruktiv mitdenkst, machst du deine Vorgesetzten garantiert positiv auf dich aufmerksam – und die Belohnung winkt vielleicht schon bald in Form einer Gehaltserhöhung oder der lang ersehnten Beförderung.