So stellst du deine Berufserfahrung im Lebenslauf perfekt dar

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Berufserfahrung im Lebenslauf

Jede Bewerbung benötigt einen Lebenslauf. Aber nur, wer seine Qualifikationen auf ideale Art und Weise auflistet, wird auch zum Bewerbungsgespräch eingeladen. Eine Anleitung.

Jeder Bewerber weiß, wie wichtig der Lebenslauf für die Personalentscheider und Chefs ist, an die sie ihre Bewerbung richten. Wer hier durch fachliche Qualifikationen punkten kann, hat gute Chancen, zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Umso entscheidender ist es, dass du deine Berufserfahrung im Lebenslauf perfekt darstellst. So geht es.

Trage alle relevanten Informationen zusammen

Wenn es darum geht, einen Lebenslauf zu verfassen, musst du zunächst wissen, welche Informationen dieser enthalten soll – sprich, welche Stationen hier verzeichnet werden sollen. Dazu musst du zunächst alle wichtigen Informationen zusammentragen. Auch die dazugehörigen Zeiträume musst du im Kopf haben. Mache dir Gedanken darüber, welche typischen Tätigkeiten in dem jeweiligen Job ausschlaggebend waren und deshalb erwähnt werden sollten. Welche Praktika möchtest du nennen?

Welche zusätzlichen Qualifikationen hast du im Laufe deines Lebens erlangt? Hast du eine Fortbildung gemacht oder einen Sprachkurs absolviert? Auch diese Punkte gehören in deinen Lebenslauf – vorausgesetzt, sie stehen in Zusammenhang mit deinem Beruf und dem gewünschten Job. Auch ehrenamtliche Tätigkeiten, aus denen sich Rückschlüsse auf deine Qualifikation ziehen lassen, solltest du unbedingt nennen. Als Grundregel gilt: Alles, was dich qualifiziert, sollte sich in deinem Lebenslauf wiederfinden. Bloß keine falsche Bescheidenheit!

Behalte bei der Auflistung deiner Tätigkeiten im Hinterkopf, dass sich ein gedanklicher roter Faden durch deine Berufserfahrung ziehen sollte. So präsentierst du dich als zielstrebiger Bewerber, der weiß, was er will.

Zu einem Lebenslauf gehört auch ein aktuelles und professionelles Bild von dir. Falls du über kein gutes oder aktuelles Foto verfügst, lasse eines in einem professionellen Studio machen. Das kostet zwar ein paar Euro mehr, aber schließlich möchtest du ja, dass deine Bewerbung optimal ankommt.

Schließlich solltest du deinen Lebenslauf unterschreiben. Das ist zwar kein Muss, wirkt jedoch professionell – und verleiht dem Dokument zudem eine persönliche Note.

Überarbeite deinen Lebenslauf für jede Bewerbung

Wenn du bereits einen Lebenslauf erstellt hast, solltest du diesen nicht einfach jeder weiteren Bewerbung ungesehen anheften. Zwar sind dort deine grundlegenden Qualifikationen vermerkt. Du solltest jedoch zum einen prüfen, ob alles noch auf dem neusten Stand ist oder ob sich in der Zwischenzeit eine Veränderung ergeben hat.

Außerdem ist es sehr sinnvoll, deinen Lebenslauf für jede neue Bewerbung etwas abzuändern. Das Ziel ist es dabei, diesen auf den potenziellen Arbeitgeber zuzuschneiden. Ähnlich wie im Anschreiben hast du damit die Chance, deine Qualifikation für diesen bestimmten Job noch einmal gesondert herauszustellen. So gibt es sicherlich Stationen in deinem Lebenslauf, die für einen Job relevanter sind als für einen anderen.

Auch weitere, nicht-berufliche Erfahrungen passen besser zu manchen Stellenausschreibungen als zu anderen. Wenn du das Gefühl hast, damit bei den Personalentscheidern punkten zu können, solltest du die entsprechenden Informationen vermerken. Auch vermeintlich berufsferne Erfahrungen können dich durchaus für einen Job qualifizieren, wenn sie deine Stärken unterstreichen.

Formuliere deine Tätigkeiten für jeden möglichen Arbeitgeber neu

Ein weiterer Ansatzpunkt für einen individuellen Lebenslauf ist die Beschreibung deiner beruflichen Tätigkeiten. Wenn du notierst, was du bei dem betreffenden Arbeitgeber primär gemacht hast, überlege, welche dieser Tätigkeiten wohl für den möglichen Chef besonders von Interesse sein könnten. Wenn du Details zu deinen beruflichen Stationen nennst, kannst du ohnehin meist nicht alles vermerken. Beschränke dich auf drei oder vier Stichpunkte – und wähle dafür Tätigkeiten, die dir am relevantesten für den gewünschten Job erscheinen.

Auch bei der Auflistung von weiteren Fähigkeiten kannst du bei einem Arbeitgeber punkten. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn es darum geht, mit welchen Computerprogrammen du dich auskennst. Wenn du weißt oder vermutest, dass in der betreffenden Firma damit gearbeitet wird, solltest du deine Kenntnisse darüber unbedingt deutlich machen. Anderen Bewerbern hast du so etwas voraus.

Nicht zuletzt kannst du deine Hobbys und persönlichen Interessen auf den gewünschten Arbeitgeber zuschneiden. Selbstverständlich sollst du dabei keine Interessen erfinden, aber du kannst jene in den Vordergrund rücken, die am besten zur ausgeschriebenen Stelle passen. Behalte immer im Hinterkopf, dass Personalentscheider versuchen, aus deinen Angaben Rückschlüsse auf deine Persönlichkeit zu ziehen.

Denke außerhalb des Standards

Keine Frage, mit einem Standard-Lebenslauf machst du nichts falsch. Wichtig ist, dass alle relevanten Informationen sowie deine persönlichen Daten und dein Foto enthalten sind. Auch an die Unterschrift sowie den Vermerk von Ort und Datum solltest du denken. Ebenfalls wichtig ist, dass sich deine Berufserfahrung nicht auf mehr als zwei Seiten erstreckt.

Darüber hinaus bist du aber frei, deinen Lebenslauf etwas kreativer zu gestalten. In sehr konservativen Branchen mag das keine allzu gute Idee sein – in anderen Berufen hingegen kannst du damit jedoch dafür sorgen, dass deine Bewerbung auf jeden Fall Aufmerksamkeit erregt und dem Entscheidungsträger im besten Fall im Kopf bleibt. So kannst du deine Chancen auf den Job enorm verbessern.

So hat eine Bewerberin bei Airbnb einmal eine Bewerbungsseite im Internet erstellt, die an den Stil der Vermittlungs-Website angelehnt ist – und dort von sich erzählt (und dem Arbeitgeber direkt einen Mehrwert geboten, indem sie einen Report über den globalen Tourismusmarkt für diesen erstellt hat). Ein Designer aus New York hat ebenfalls eine Website erstellt. Diese glich einem Videospiel, durch welches man den Bewerber steuern muss. Dabei erfährt man, welche Qualifikationen er hat.

Auch wenn du keine solch außergewöhnliche Bewerbung erstellen solltest, gibt es viele Möglichkeiten, dich mit deinem Lebenslauf von der Masse der Bewerber abzuheben. Du kannst zum Beispiel auch ein gänzlich anderes Layout für deine Bewerbung wählen. Eine Möglichkeit ist etwa eine horizontale Timeline, auf der deine beruflichen Stationen vermerkt sind. Hier bietet es sich an, das Dokument im Querformat zu nutzen.

Achte auf ein professionelles Design

Ganz egal, ob du dich für einen ausgefallenen Lebenslauf entscheidest oder mehr oder weniger beim Standard-Layout bleiben möchtest: Achte darauf, dass dein Design professionell wirkt. Im Internet können viele überzeugende und in vielen Fällen kostenlose Designs heruntergeladen werden. Du kannst natürlich auch selbst ein Design erstellen.

Arbeite mit Schriftarten und -größen, Farben und Linien oder Symbolen. Wichtig ist dabei jedoch, dass du es dezent und übersichtlich hältst. Der Personaler oder Chef sollte auf einen Blick erkennen können, wo er die gewünschte Information über dich in dem Dokument findet. Deshalb solltest du auf keinen Fall knallige oder sehr auffällige Farben wählen. Auch ist es nicht ratsam, mehrere Farben zu verwenden. Ein oder zwei miteinander harmonierende farbliche Akzente reichen vollkommen aus.

Dasselbe gilt für die Gestaltung der Schrift. Zwar kannst du für die Überschriften eine andere Schriftart und -größe wählen als für die eigentlichen Informationen zu deinem Berufsweg, aber es sollte harmonisch bleiben. Achte darauf, dass sich ein gestalterischer roter Faden durch deinen Lebenslauf zieht.