Arbeitsleben & BerufDein aktueller Job langweilt dich? – So findest du deine Berufung

Dein aktueller Job langweilt dich? – So findest du deine Berufung

Viele Menschen sind nicht zufrieden mit ihrem Job. Das kann an vielen Dingen liegen – möglicherweise aber daran, dass der Job schlicht nicht der richtige für dich ist. Doch wie findest du heraus, was wirklich zu dir passt? Diese Tipps helfen dir dabei, deine Berufung zu finden.

Die wenigsten Menschen leben ihre Berufung

Die Gründe, warum wir unseren Job einmal gewählt haben, sind oft vielfältig. Vielleicht waren wir in einem bestimmten Fach in der Schule einmal gut und haben dann gedacht: Warum mache ich das nicht beruflich? Oder ein Studienfach hat uns interessiert, und wir haben es belegt, ohne uns wirklich Gedanken um die späteren beruflichen Möglichkeiten zu machen. Die Entscheidung, welchen beruflichen Weg wir einschlagen, ist immer schwerwiegend. Die Wahrscheinlichkeit, etwas zu wählen, was sich später nicht als unsere Berufung herausstellt, ist groß. Die wenigsten Menschen arbeiten in einem Job, den sie als Berufung empfinden. Wenn du Glück hast, macht dir dein gewählter Beruf zumindest Spaß.

Viele Menschen sind jedoch grundsätzlich unzufrieden. Wenn das bei dir so ist, solltest du zunächst überlegen, woran es liegt. Ist das Betriebsklima mies? Gibt es keine attraktiven Aufstiegsmöglichkeiten? Leidest du unter zu starren Strukturen? Denn entscheidend ist die Frage, ob du dir vorstellen kannst, anderswo oder unter anderen Bedingungen in deinem jetzigen Job doch glücklich zu werden. Dann gibt es keinen Grund, einen gänzlich anderen Weg einzuschlagen.

In manchen Fällen wirst du in deinem Beruf jedoch immer wieder vor denselben Problemen stehen. Egal, wo du arbeitest, du wirst vermutlich nicht zufrieden sein. Dann ist es Zeit, dich kritisch mit deinen Optionen und Vorstellungen auseinanderzusetzen, um deine Berufung zu finden.

Wie du deine Berufung findest

Eine Berufung ist mehr als ein Job, der dir Spaß macht. Es ist der Job, für den du dich wie geschaffen fühlst. Ein solcher Beruf gibt dir automatisch Motivation – was sich wiederum positiv auf deine grundlegende Zufriedenheit auswirkt. Doch wie findest du deine Berufung?

Nachdem du die Gründe für deine Unzufriedenheit herausgefunden hast, kannst du dich daran machen, deine Lage zu ändern. Wenn es ein simpler Jobwechsel nicht tut, stehst du vor großen Umwälzungen. Denn der Druck, nun im zweiten Anlauf das Richtige zu finden, ist meist groß. Und viele Menschen wissen gar nicht genau, wo sie ansetzen sollen.

Wenn du einen neuen Weg einschlagen möchtest, ist wichtig, dass du weißt, was du nicht willst. Das gilt einerseits inhaltlich. Es kommt aber auch auf die Umstände an. Du hast nun schon etwas Erfahrung und kannst bestimmte Dinge besser beurteilen. Welche Arbeitszeiten sind mit deinem Privatleben vereinbar? Möchtest du lieber unter freiem Himmel arbeiten oder vor dem PC? Was gefällt dir an deinem jetzigen Job – und was nicht?

Der schwierigste Schritt ist, sich auf eine neue Richtung festzulegen. Denn vielen Menschen fehlt schlicht die zündende Idee. Um das herauszufinden, gibt es jedoch einige Ansatzpunkte.

Wofür brennst du?

Gibt es etwas, für das du brennst? Das kann ein Thema sein, über das du dich ewig unterhalten könntest. Vielleicht regt dich Ungerechtigkeit maßlos auf. Oder du interessierst dich schon dein halbes Leben lang brennend für klassische Musik. Nicht jeder hat etwas, für das er brennt. Wenn es bei dir jedoch so sein sollte, überlege, welche beruflichen Möglichkeiten es in dem Bereich gibt.

Womit beschäftigst du dich in deiner Freizeit?

Auch diese Frage gibt dir wertvolle Hinweise. Spielst du leidenschaftlich gerne Playstation? Gehst du jede freie Minute laufen – oder engagierst dich in einem Verein? Vielleicht spielst du Tuba oder malst Aquarell-Gemälde. Es geht bei dieser Frage nicht nur um offensichtliche Hobbys. Auch, wenn du gerne mit Freunden einen Kaffee trinken gehst, kann dich das auf Ideen bringen. Vielleicht hast du eine ausgeprägte soziale Ader? Oder hilfst gerne anderen? Überlege, welche Dinge dich glücklich machen. Lassen sich daraus berufliche Optionen ableiten?

Was wolltest du früher immer werden?

Viele Kinder wissen schon früh, was sie einmal beruflich machen möchten. „Ich werde Tierarzt!“ oder „Ich werde Rennfahrer!“ – Kinder kennen ihren Berufswunsch häufig sehr viel genauer als heranwachsende Menschen. Zugegeben, manche Wünsche sind eher unrealistisch – aber meist nicht, weil sie nicht zu erreichen sind, sondern wegen der Opfer, die sie bedeuten würden. Natürlich kannst du immer noch Astronaut werden. Vermutlich musst du dafür jedoch viel Zeit investieren, etwa mit einem neuen Studium und einem speziellen Training. Dein Berufswunsch aus der Kindheit gibt dir jedoch auch Aufschluss, in welchem Bereich du vermutlich gut aufgehoben wärst. Du musst nicht unbedingt Astronaut werden. Vielleicht ist es deine Berufung, bei einer Raumfahrtbehörde zu arbeiten? Oder würde dir die Arbeit auf einem Flughafen Freude bereiten?

Die Einschätzung von Menschen, die dich gut kennen

Manchmal sehen andere Menschen klarer, für was wir geeignet sind, als wir selbst. Deine Familie und Freunde, die dich gut kennen, können dir wertvolle Rückmeldungen geben. Oft können sie besser einschätzen, welcher Job am besten zu uns passt, als wir meinen.

Warum Berufung nicht alles ist

Wenn du deine Berufung im Job lebst, ist es wahrscheinlich, dass dich das glücklich macht und du beruflich zufrieden bist. Das ist eine tolle Sache. Du solltest jedoch bedenken, dass es sehr schwer sein kann, überhaupt deine Berufung zu finden. Die Suche danach kann dich frustrieren und der selbst auferlegte Druck gewaltig sein. Ob du deine Berufung überhaupt leben möchtest, hängt von deinen Ambitionen und den Umständen ab, die mit dem Beruf einhergehen würden.

Wenn du einen Job hast, den du zwar nicht als Berufung empfindest, der dir aber Spaß macht, dann ist das viel wert. Umgekehrt könnte eine Tätigkeit, die deiner Berufung entspricht, mit Dingen einhergehen, die dich nicht glücklich machen. Ob du wirklich zufriedener wärst, wenn du deine Berufung lebst, hängt von vielen Faktoren ab, die du immer nur individuell bewerten kannst.

Bedenke auch das: Eine Berufung muss nicht zwangsläufig auch beruflich ausgelebt werden. Auch mit einem Hobby oder einem Ehrenamt kannst du deiner Bestimmung folgen. Beziehe all diese Aspekte mit ein, um eine Entscheidung zu treffen, die sich richtig für dich anfühlt.

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