Xing, LinkedIn und Co: So optimierst du dein Profil in einem Karrierenetzwerk

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Karrierenetzwerk

Karrierenetzwerke wie Xing oder LinkedIn helfen dir dabei, berufliche Kontakte zu pflegen. Auch bei der Jobsuche können sie eine wichtige Rolle spielen. Entscheidend ist ein professionelles und detailreiches Profil. Mit diesen Tipps stellst du sicher, dass du in Berufsportalen einen glänzenden Eindruck hinterlässt.

Von der Kontaktpflege bis zu Jobangeboten

Für die Vernetzung mit geschäftlichen Kontakten sind Karrierenetzwerke hilfreich. Du kannst dich mit Kollegen und Bekannten ebenso verbinden wie mit neuen, vielversprechenden Kontakten. Solche Portale sind auch praktisch, wenn du auf der Jobsuche bist – oder zumindest offen für Angebote. Statt aktiv nach einer Stelle zu suchen, kannst du dich hier nämlich auch einfach von möglichen Arbeitgebern oder Headhuntern finden lassen.

In Deutschland hat das Netzwerk Xing in Bezug auf die Nutzerzahlen die Nase vorn, gefolgt vom US-amerikanischen Konkurrenten LinkedIn. Auf Xing tummelten sich im Jahr 2017 14 Millionen Nutzer. Zehn Millionen User waren im selben Jahr bei der deutschen LinkedIn-Version angemeldet. Entsprechend groß ist das Potenzial, dass sich durch eine Anmeldung aufregende neue Möglichkeiten ergeben.

Um solche sozialen Netzwerke bestmöglich zu nutzen, ist ein attraktives und ausführliches Profil entscheidend. Nur, wenn sich Interessenten ein umfassendes Bild von dir und deinen beruflichen Qualitäten machen können, können sie einschätzen, ob du zu ihnen passen könntest. Auf die folgenden Aspekte kommt es an, wenn du dein Profil in einem Karrierenetzwerk gestaltest.

Bloß nicht mit Details geizen

Auf Berufsnetzwerken wie Xing oder LinkedIn kannst du zahlreiche Informationen über dich preisgeben. Dazu zählen einerseits natürlich deine beruflichen Erfahrungen und Qualifikationen. Du kannst deinen Lebenslauf nachzeichnen und erwähnen, welche Fähigkeiten du darüber hinaus besitzt. Genauso ist es möglich, besondere berufliche Erfolge zu nennen. Du kannst auch auf deine privaten Interessen eingehen.

Ein Profil in einem Jobnetzwerk ist nur vielversprechend, wenn du es möglichst vollständig ausfüllst. Wenn du nur wenige Angaben machst, stellt deine Seite auf dem Portal keinen Pluspunkt für dich dar. Interessenten erfahren dann schlicht zu wenig über deine Person. Das kannst du ändern, indem du dich möglichst detailreich vorstellst. Gehe auf deine Vorerfahrungen, besondere Expertise und deine Wünsche ein.

Du kannst ein Portal wie Xing oder LinkedIn nur dann optimal für dich nutzen, wenn du dein Profil auf dem neusten Stand hältst. Aktualisiere es nicht nur, wenn du den Job wechselst. Es lohnt sich, von Zeit zu Zeit zu schauen, ob du dein Profil grundsätzlich attraktiver gestalten kannst.

Das Profilbild

Es ist wie bei einer Bewerbung: Das Foto spielt eine wichtige Rolle. Hier entscheidet sich, ob du einen professionellen Eindruck vermittelst. Wähle dein Profilbild deshalb mit Bedacht aus. Überlege, ob das Foto möglicherweise Dinge über dich suggeriert, die nicht förderlich sind. Ein Partyfoto wäre aus diesem Grund für ein Karrierenetzwerk nicht geeignet. Entscheide dich stattdessen für ein qualitativ hochwertiges Porträt. Ein dezentes Lächeln lässt dich sympathisch wirken.

Überschrift und Profilspruch

Viele User von Karrierenetzwerken lassen das Feld frei, in dem eine Überschrift oder ein Spruch vorgesehen ist. Darin liegt jedoch die Chance, auf den Punkt zu bringen, was dich ausmacht. Du kannst hier eine prägnante Referenz von einem Geschäftspartner einbauen oder dich für ein Zitat entscheiden. Aber Vorsicht: Verwende keine abgedroschenen Phrasen. Wenn du andere zitierst, dann, weil dir dieser Spruch wirklich etwas bedeutet und er zu dir passt – und nicht einfach nur, weil er gut klingt. Überlege dir, was deine wichtigste Botschaft an deine Besucher ist. Aussagekraft ist wichtiger als Kreativität.

Die beruflichen Stationen

Natürlich steht in einem Jobportal hauptsächlich der eigene berufliche Werdegang im Fokus. Wie bei einem Lebenslauf auch geht es für dich darum, Interessenten ein möglichst aussagekräftiges Bild zu geben. Gib deine bisherigen Stationen möglichst detailreich an. Andere können sich ein besseres Bild von dir und deinen Fähigkeiten machen, wenn du auch angibst, welche Tätigkeiten du konkret ausgeführt hast. Nenne wichtige Projekte und besondere Erfolge.

Fokussiere dich bei der Wiedergabe deiner Berufslaufbahn auf relevante Stationen. Was lange zurückliegt, musst du nicht erwähnen. Das gilt auch für deinen Bildungsweg. Erwähne die entscheidenden Abschlüsse, aber spare den Rest aus.

Die eigenen Fähigkeiten und Wünsche angeben

In einem Jobnetzwerk hast du die Gelegenheit, mit Schlagworten zu erwähnen, was dich ausmacht. Verschaffe Besuchern deines Profils unter der Rubrik „Ich biete“ einen guten Überblick über deine Person. Achte dabei darauf, dass du aussagekräftige Keywords verwendest. So wirst du in einer Suche leichter gefunden. Weniger ist hier nicht mehr. Du solltest eine ganze Reihe von Begriffen verwenden, um möglichst sichtbar zu sein.

Du kannst in Karrierenetzwerken auch beschreiben, was du suchst. Hier ist es wichtig, dass du keine redundanten Beschreibungen verwendest. Natürlich möchtest du Kontakte knüpfen – wärst du sonst in einem Berufsnetzwerk angemeldet? Gehe lieber ins Detail und verwende Keywords, die deine Vorstellungen wirklich wiedergeben. Achte auch hier darauf, dass du Begriffe verwendest, die häufig gesucht werden.

Private Interessen und Hobbys

Wie in einem Lebenslauf kannst du bei deinem Profil auch darauf eingehen, was dir abseits von der Arbeit im Leben wichtig ist. Das betrifft deine Hobbys und Interessen. Frage dich, was einen möglichen Arbeitgeber oder beruflichen Kontakt wirklich interessieren könnte. Es lohnt sich, Interessen zu erwähnen, die berufsrelevant sind oder die dich aus anderen Gründen qualifizieren.

Du solltest dabei ins Detail gehen und typische Allerweltshobbys vermeiden. Es interessiert in deinem geschäftlichen Umfeld die wenigsten, dass du gerne liest. Wenn du aber in deiner Freizeit einen Blog betreibst, kann dir das nützen, wenn du im Journalismus oder der PR tätig bist.

Auch andere Accounts in sozialen Netzwerken sind wichtig

Wer einen guten Eindruck bei Karrierenetzwerken wie Xing oder LinkedIn hinterlassen möchte, sollte sich darüber im Klaren sein, wo im Netz er sonst noch auffindbar ist. Das heißt: Ein überzeugendes Profil bei Xing ist zwar positiv. Wenn ein Recruiter jedoch darüber hinaus auch dein wenig professionelles Profil bei Facebook entdeckt, mindert das den guten Eindruck. Achte auch darauf, was du über ein mögliches Twitter-Profil mit deinem echten Namen von dir gibst. Egal, in welchem Netzwerk ein Interessent auf deinen Namen stößt: Du solltest ein stimmiges, professionelles Bild abgeben.