Young Professionals: So stellst du die Weichen für eine erfolgreiche Karriere

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Young Professionals

Young Professionals sind bei Arbeitgebern gefragt. Sie bringen die nötigen Qualifikationen, Ehrgeiz und bereits etwas Berufserfahrung mit, weshalb sie in der Regel sehr gute Jobchancen haben. Damit du mit deinem Berufseinstieg die richtigen Weichen stellst, um erfolgreich Karriere zu machen, solltest du die folgenden Tipps beherzigen.

Was ist ein Young Professional?

Young Professional – was ist das überhaupt? Von Young Professionals ist immer wieder die Rede, und viele Arbeitgeber suchen sie ganz explizit. Gemeint sind in der Regel Absolventen oder junge Menschen mit abgeschlossener Berufsausbildung, die ausgezeichnete Qualifikationen vorweisen können. Sie kommen nicht direkt von der Universität oder aus der Ausbildung, sondern haben bereits ein paar Jahre in ihrem Beruf gearbeitet. Diese erste Berufserfahrung spricht aus Arbeitgebersicht zusätzlich für Young Professionals.

Gleichzeitig gelten Young Professionals als motiviert, engagiert und flexibel. Meist haben sie einen überdurchschnittlich guten Abschluss gemacht. Während des Studiums haben Young Professionals die Zeit genutzt und Praktika gemacht oder Werkstudentenjobs ausgeübt. Oft waren sie eine Zeit lang im Ausland, zum Beispiel im Rahmen eines Praktikums, eines Auslandssemesters oder haben dort studiert.

Auch persönlich bringen sie die nötigen Fähigkeiten mit, um eine Bereicherung für ihren Arbeitgeber zu sein. Sie sind oft ehrgeizig, lernwillig und bereit, mehr zu tun als das Minimum, um in ihrem Job gut zu sein. Ihre sozialen Kompetenzen stimmen ebenfalls, so dass sie gut in ein Team integriert werden können und dieses mit ihren Ideen bereichern.

Frühzeitig die richtigen Qualifikationen aneignen: Wie du zum Young Professional wirst

Young Professionals haben eine sehr gute Ausgangsposition am Arbeitsmarkt. Wegen ihrer vielfältigen Kompetenzen und Qualifikationen sind sie begehrte Arbeitskräfte, die sich ihren Job häufig aussuchen können. Die Grundlage dafür, zum Young Professional zu werden, legst du jedoch schon vor dem Berufseinstieg. Du arbeitest idealerweise seit deiner Schulzeit darauf hin, in ein bestimmtes Feld einzusteigen, und überlegst sorgsam, welche Schritte für einen erfolgreichen Start nötig sind.

Schon während deines Studiums solltest du dir passende Qualifikationen aneignen und erste praktische Erfahrungen sammeln. Wer die Semesterferien nutzt, um ein einschlägiges Praktikum zu machen, hat später bessere Chancen auf eine attraktive Stelle. Große Namen machen sich gut im Lebenslauf, sind aber nicht die einzige Option. Wichtig ist, dass du Einblicke in den Bereich bekommst, in dem du später arbeiten möchtest. Dafür eignen sich nicht nur DAX-Unternehmen, sondern oft auch kleinere Firmen. Oft kannst du dich bei kleineren Firmen stärker einbringen und mehr Verantwortung übernehmen als bei großen Konzernen, wo alles etwas standardisierter abläuft.

Young Professionals haben meist nicht nur ein Praktikum gemacht, sondern mehrere. Es zählt jedoch nicht die Quantität, sondern die Qualität der jeweiligen Erfahrungen. Auch Auslandserfahrungen sind typisch für diese gefragte Zielgruppe. Dabei stehen dir verschiedene Wege offen. Sinnvoll ist es, wenn du ein Praktikum in einem anderen Land machen kannst, das zu deinem geplanten Weg passt. Oft ist die konkrete Erfahrung jedoch ein Stück weit zweitrangig, weil mit Auslandserfahrungen charakterliche Merkmale und eine größere persönliche Reife verbunden werden, die weniger von der Tätigkeit abhängen als vielmehr von der neuen Erfahrung in einem anderen Land an sich. Dennoch gilt: Je besser eine Auslandserfahrung zu deinen Zielen passt, desto nützlicher ist sie.

Erfahrung sammeln

Eigne dir nützliche Soft Skills an

Eine Tätigkeit als Werkstudent ist ebenfalls eine sehr gute Grundlage, um zum Young Professional zu werden. Du sammelst damit schon im Studium Berufserfahrung, was deinen Lebenslauf schmückt. Außerdem knüpfst du dabei Kontakte, die dir noch nützlich sein können. Wenn dein Arbeitgeber mit dir zufrieden ist, besteht möglicherweise sogar die Chance, im betreffenden Unternehmen nach deinem Studium einzusteigen. Eine solche Gelegenheit kann dir den Berufseinstieg nach dem Studium erleichtern.

Achte bei allen Entscheidungen, die deinen Lebenslauf und damit auch deine Karriere betreffen, darauf, dass sie zu dem passen, was du anstrebst. Je klarer du deine Ziele kennst, desto besser kannst du darauf hinarbeiten, sie zu erreichen. Abseits von Praktika und ersten Jobs lohnt es sich, jene Fähigkeiten gezielt zu verbessern, die im Job mutmaßlich besonders gefragt sind – etwa Kommunikationsfähigkeit, rhetorische Fähigkeiten oder Durchsetzungskraft. Dazu eignen sich etwa Kurse, aber oft reicht es schon, sich bestimmten Herausforderungen bewusst zu stellen und daran zu wachsen.

Einen gelungenen Berufsstart hinlegen: Darauf kommt es an

Als Young Professional hast du grundsätzlich sehr gute Chancen, einen erfolgreichen Berufsstart hinzulegen. Du wirst mit entsprechender Vorerfahrung und formellen Qualifikationen wahrscheinlich keine Probleme haben, spannende Jobangebote zu erhalten. Allerdings solltest du nicht einfach irgendeinen Job annehmen, sondern dir im Vorfeld überlegen, welche Erfahrungen am sinnvollsten wären.

Hierbei sind wiederum deine Ziele gefragt. Analysiere deine Ausgangssituation und mögliche nächste Schritte: Was ist nötig, um deine Ziele zu erreichen? Welche Erfahrungen bieten sich dabei an? Was würde dich weiterbringen und was eher nicht? Je klarer du weißt, was dir wirklich nützen kann, desto eher triffst du die richtigen Entscheidungen zum Beginn deiner Karriere.

Überlege dir schon vor deinem Studienabschluss oder dem Ende deiner Ausbildung, wie es danach weitergeht. Hast du einen Werkstudentenjob, der dir die Tür zu einem bestimmten Arbeitgeber geöffnet hat? Kommt eine Tätigkeit dort für dich infrage und passt sie zu deinen Plänen? Nur, weil du einen Job haben könntest, heißt das jedoch noch nicht, dass du vorschnell zusagen solltest, wenn es nicht wirklich das ist, was du dir vorstellst.

Über ein Trainee-Programm in das Arbeitsleben einsteigen

Eine vielversprechende Möglichkeit für den Berufseinstieg von künftigen Young Professionals ist ein Trainee-Programm. Entsprechende Angebote zielen darauf ab, Berufsanfänger auf spätere Führungspositionen vorzubereiten. Die Chancen sind oft ausgezeichnet, und viele Arbeitgeber investieren viel in ihre Nachwuchskräfte. Damit verbunden ist meist das Ziel, den Trainee langfristig im Unternehmen zu beschäftigen. Entsprechend hoch sind die Anforderungen, die bei der Auswahl an Trainee-Anwärter gestellt werden. Oft führt der Weg zur Trainee-Stelle über ein Assessment Center. Hier zahlt sich die richtige Vorbereitung aus.

Es muss nicht zwangsläufig ein Trainee-Programm sein, wenn es um einen gelungenen Berufseinstieg geht. Natürlich kannst du auch eine reguläre Stelle suchen, die zu dir und deinen Vorstellungen passt. Faktoren, die bei der Auswahl eine Rolle spielen, sind etwa, wie passend die Stelle inhaltlich ist, ob sie dir perspektivisch Bereiche eröffnet, in denen du später arbeiten willst, welches Prestige mit der Stelle verbunden ist, ob der Job dir die richtigen Arbeitsbedingungen bietet und ob das Betriebsklima stimmt.

In den ersten Jahren im Beruf sinnvolle Entscheidungen treffen

In den ersten Jahren nach deinem Berufseinstieg gilt es, weiterhin die richtigen Entscheidungen für deine Karriere zu treffen. Du legst mit deinen ersten Stellen den Grundstein dafür, was später möglich ist und was du erreichen kannst. Sei kritisch bei Stellenangeboten und sieh ein Vorstellungsgespräch nicht nur als Termin, bei dem du geprüft wirst, sondern auch als Gelegenheit, selbst zu prüfen, ob der Arbeitgeber zu dir passen könnte.

Bei Gehaltsverhandlungen hast du gerade mit erster Berufserfahrung als Young Professional oft gute Karten. Informiere dich vorab, mit welchem Gehalt du rechnen kannst. Bei Gehaltsverhandlungen gilt es, Fingerspitzengefühl zu beweisen – weder willst du einen zu niedrigen Betrag ansetzen, um dich nicht unter Wert zu verkaufen, noch einen so hohen, dass du dich damit aus dem Rennen beförderst.

Wertvolle Kontakte knüpfen und pflegen

Von Young Professionals werden oft eine große Flexibilität und viel Einsatzbereitschaft erwartet. Viele Berufsanfänger sind nicht nur offen dafür, zeitweise im Ausland eingesetzt zu werden oder an verschiedenen Orten im Inland, sondern streben dies selbst an. Wenn du dich in den ersten Jahren nach deinem Studium oder deiner Ausbildung richtig reinhängst, zahlt sich das oft durch einen vergleichsweise schnellen Aufstieg aus.

Ein wichtiger Aspekt sind außerdem die Kontakte, die du im Verlauf deines Bildungswegs und durch deine beruflichen Erfahrungen knüpfst. Damit dir diese Kontakte später auch tatsächlich nützlich sein können, solltest du sie pflegen. Vernetze dich über ein Karrierenetzwerk wie Xing oder LinkedIn mit wichtigen Mitarbeitern und Vorgesetzten, aber auch anderen Kontakten wie Professoren oder Ausbildern. Je besser man dich in Erinnerung behält und je häufiger du dich durch kleine Aufmerksamkeiten wieder in Erinnerung rufst, desto eher kannst du auf entsprechende Kontakte zurückgreifen, wenn sich die Gelegenheit dazu bietet.

Heute Vollgas, morgen Burnout? Warum eine gute Work-Life-Balance so wichtig ist

Young Professionals sind in vielerlei Hinsicht die Überflieger in ihren jeweiligen Bereichen. Sie haben sich schon früh dadurch ausgezeichnet, dass sie bereit sind, mehr zu tun als der Rest. Sie gehen in ihrem Einsatz häufig weit über das Geforderte hinaus, sie bringen sich aktiv mit innovativen Ideen ein und haben meist kein Problem damit, regelmäßig Überstunden zu machen.

Jung und ausgebrannt

Diese Faktoren sind es zusammen mit einschlägigen Erfahrungen, die ihnen oft einen raschen Aufstieg im Job ermöglichen. Allerdings bergen sie auch Gefahren, denn bei all der Einsatzbereitschaft bleibt oft nicht mehr viel Zeit für das Privatleben. Über einen gewissen Zeitraum mag es gutgehen, wenn du dich für den Job und deine Karriere aufopferst. Wichtig ist aber, dass du lernst, auch einen Ausgleich zum Beruf zu schaffen – und zwar nicht erst in einigen Jahren oder sogar Jahrzehnten, wenn du schon etwas erreicht hast, sondern immer.

Um attraktiv für Young Professionals zu sein, bieten viele Arbeitgeber bestimmte Benefits und flexible Arbeitsbedingungen. Dazu gehört oft auch die Option, zeitweise im Home Office zu arbeiten. Viele Arbeitnehmer schätzen diese Möglichkeit, sie kann allerdings auch Nachteile mit sich bringen.

Wenn du von zuhause aus arbeitest, verschwimmen die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit stärken. Fällt dein Blick beim Abendessen auf deinen vollen Schreibtisch, bist du wahrscheinlich gedanklich direkt wieder bei der Arbeit. Eine Tätigkeit im Home Office passt außerdem nicht zu jedem. Es gibt in den eigenen vier Wänden viele mögliche Ablenkungen und Störfaktoren, weshalb oft viel Disziplin gefragt ist, um fokussiert arbeiten zu können. Mitunter ist deine Work-Life-Balance sogar schlechter, wenn du oft von zuhause arbeitest.

Schaffe dir bewusst einen Ausgleich zum Job

Eine gute Grundlage für deine Karriere sind nicht nur die richtigen Erfahrungen und voller Einsatz im Job. Nur, wenn du frühzeitig lernst, dir bewusst einen Ausgleich und Auszeiten vom Job zu schaffen, kannst du langfristig mit deinem Leben zufrieden sein. Schaffst du keine Zeit für deine Hobbys, Freunde oder einen Partner, findest du dich in einigen Jahren womöglich in einer Situation, in der du zwar beruflich einiges vorweisen kannst, aber wo es im privaten Bereich nicht mehr stimmt.

Welcher Ausgleich sinnvoll ist, ist ganz dir überlassen. Je nach deinen Prioritäten im Leben kannst du etwa bewusst Zeit für Treffen mit Freunden, Abende mit dem Partner oder sportliche Aktivitäten schaffen. Sport eignet sich hervorragend, um Stress abzubauen und den Kopf frei zu bekommen. Suche dir eine Sportart, die dir Spaß macht – schließlich sollen deine sportlichen Aktivitäten nicht ihrerseits ein lästiger Punkt auf deiner To-Do-Liste sein. Und wenn du einfach keinen Sport magst, kannst du natürlich auch ein gutes Buch lesen, Spaziergänge im Wald machen oder Kreuzworträtsel lösen. Wichtig ist, dass du dabei Spaß hast und abschalten kannst.